Zwei Jahre nach dem Fund bleiben Fragen offen

Rätsel um 14 afrikanische Tote vor Río San Juan weiter ungeklärt

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Mehr als zwei Jahre nach dem Fund eines afrikanischen Fischerbootes mit den Überresten von 14 Menschen vor der dominikanischen Atlantikküste sind zentrale Fragen zu dem Fall weiterhin offen. Nach Darstellung des vorliegenden Berichts liegt bislang kein öffentlich bekanntes abschließendes Gutachten des Instituto Nacional de Ciencias Forenses vor.

Das Boot war am 6. August 2024 rund 18 Seemeilen vor Río San Juan entdeckt worden. Ein Fischer und sein Sohn hatten die Küstenwache auf das ungewöhnliche Fahrzeug aufmerksam gemacht.

Später wurde bekannt, dass das Cayuco aus Mauritanien stammte und am 23. Januar 2024 mit insgesamt 77 Menschen aus Mauritanien und Senegal ausgelaufen sein soll. Ziel war nach den damaligen Angaben eine der Kanarischen Inseln.

Als das Boot Monate später vor der Dominikanischen Republik gefunden wurde, befanden sich nur noch 14 menschliche Überreste an Bord. Überlebende wurden nicht entdeckt.

Rund 5.600 Kilometer über den Atlantik

Die Entfernung zwischen dem Ausgangspunkt in Westafrika und dem Fundort vor der Dominikanischen Republik wird im Bericht mit rund 5.600 Kilometern angegeben. Das Boot verfügte bei seiner Entdeckung nicht mehr über die beiden Außenbordmotoren, mit denen es vermutlich gestartet war.

Was während der monatelangen Drift über den Atlantik geschah und was aus den übrigen Insassen wurde, ist weiterhin unklar. Der Bericht verweist darauf, dass bei der Bergung auch Mobiltelefone gefunden worden seien. Ob und in welchem Umfang deren Daten ausgewertet wurden, wird nicht erläutert.

Ebenso bleibt offen, ob die 14 Toten zweifelsfrei identifiziert werden konnten und welche Todesursachen festgestellt wurden.

Der Fall hatte 2024 auch deshalb besondere Aufmerksamkeit ausgelöst, weil das Boot offenbar Tausende Kilometer von der ursprünglich geplanten Route abgetrieben war. Die Fahrt sollte demnach lediglich von Westafrika zu den Kanarischen Inseln führen.

Der vorliegende Bericht kritisiert, dass die weitere Aufarbeitung des Falls kaum öffentlich sichtbar sei. Ohne zusätzliche Erkenntnisse der Forensik oder eine Auswertung der gefundenen Gegenstände bleibt der genaue Ablauf der Reise vorerst unbekannt.

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Foto(s):eldia.com.do
Quelle:eldia.com.do