Das Klimaphänomen El Niño wird voraussichtlich noch bis in die ersten Monate des Jahres 2027 Einfluss auf das weltweite Wettergeschehen haben. Nach Prognosen der US-amerikanischen Wetter- und Ozeanografiebehörde NOAA dürfte die stärkste Phase ab Dezember 2026 einsetzen.
Meteorologen rechnen erst im Laufe der ersten Monate des kommenden Jahres mit einer allmählichen Abschwächung.
Ein vollständiges Ende von El Niño ist damit allerdings nicht absehbar. Experten halten es für möglich, dass sich die Auswirkungen über das erste Quartal 2027 hinaus erstrecken.
El Niño beeinflusst die Niederschlagsverteilung und die atmosphärischen Bedingungen in zahlreichen Regionen der Erde. Während einige Gebiete mit ausgeprägter Trockenheit und schweren Dürren rechnen müssen, kann es andernorts zu außergewöhnlich starken Regenfällen und Überschwemmungen kommen.
Weniger Hurrikane im Atlantik
Eine besondere Bedeutung hat El Niño für die Hurrikansaison im Atlantik und in der Karibik. Das Klimaphänomen begünstigt stärkere vertikale Windscherungen, also Veränderungen von Windrichtung und Windgeschwindigkeit in unterschiedlichen Höhen. Diese erschweren die Entstehung und Entwicklung tropischer Wirbelstürme.
Auch die bisherige Hurrikansaison 2026 steht unter diesem Einfluss. Der erste Hurrikan im Atlantik bildete sich erst Anfang Oktober. Bislang wurden insgesamt neun benannte Tropenstürme registriert.
Zu Beginn der Saison hatten Meteorologen zwischen acht und dreizehn benannte Stürme prognostiziert. Die bisherige Entwicklung liegt damit innerhalb der erwarteten Spanne.
Die atlantische Hurrikansaison dauert offiziell vom 1. Juni bis zum 30. November. Obwohl sich die Saison ihrem Ende nähert, beginnt die voraussichtlich intensivste Phase von El Niño erst im Dezember.
Für die Dominikanische Republik und die übrige Karibik bleibt die weitere Entwicklung deshalb von Bedeutung. Denn auch wenn El Niño die Bildung von Hurrikanen erschweren kann, bedeutet dies keine grundsätzliche Entwarnung bei anderen Wetterextremen.
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