Eisen- und Stahlschrott ist derzeit das wichtigste Exportgut der Dominikanischen Republik nach Vietnam. Nach Angaben der dominikanischen Zollbehörde Dirección General de Aduanas (DGA) entfielen zwischen Januar und Juli 2026 rund 61,1 Prozent aller dominikanischen Ausfuhren in das asiatische Land auf diese Produktgruppe.
In den ersten sieben Monaten des Jahres wurden Eisen- und Stahlabfälle im Wert von 4,96 Millionen US-Dollar nach Vietnam exportiert. Gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025 entspricht dies einem Anstieg von 278,2 Prozent. Damals lag der Exportwert bei 1,31 Millionen US-Dollar.
Insgesamt stiegen die dominikanischen Exporte nach Vietnam zwischen Januar und Juli 2026 deutlich. Der Wert erhöhte sich von 5,06 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum auf 8,12 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem Plus von 60,53 Prozent.
Bereits im Gesamtjahr 2025 hatte die Dominikanische Republik Eisen- und Stahlschrott im Wert von rund fünf Millionen US-Dollar nach Vietnam geliefert. Gegenüber 2024 bedeutete dies einen Zuwachs von 56,4 Prozent.
Wenige Produkte bestimmen den Handel
Neben Metallschrott spielten nur wenige weitere Warengruppen eine größere Rolle. Auf eine Sammelkategorie „andere Produkte“ entfielen Exporte von 1,27 Millionen US-Dollar. Holz und Holzerzeugnisse erreichten einen Wert von 1,17 Millionen US-Dollar.
Zusammen kamen diese drei Bereiche auf rund 7,4 Millionen US-Dollar und damit auf etwa 91 Prozent aller dominikanischen Exporte nach Vietnam im untersuchten Zeitraum.
Kunststoffe folgten mit einem deutlich geringeren Exportwert von rund 370.000 US-Dollar.
Damit bleibt der dominikanische Export nach Vietnam auch 21 Jahre nach Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Ländern stark auf wenige Warengruppen konzentriert. Vor allem der hohe Anteil von Eisen- und Stahlschrott zeigt, dass die Handelsbeziehungen bislang nur begrenzt diversifiziert sind.
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