Experte hält Preisanpassung für nötig

UASD-Forscher befürwortet Anpassung der Stromtarife

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Der Energieexperte José Luis Moreno de San Juan hält eine Anpassung der Stromtarife in der Dominikanischen Republik für notwendig. Der Gründer und Forscher des Energieinstituts der Universidad Autónoma de Santo Domingo (UASD) verweist dabei auf gestiegene Brennstoffpreise, hohe Verluste im Stromsektor und die staatlichen Zuschüsse zur Stabilisierung der Tarife.

Nach Angaben von Moreno de San Juan sind die Stromtarife seit April 2022 eingefroren. Gleichzeitig seien die Kosten für Brennstoffe deutlich gestiegen. Unter diesen Bedingungen sei eine Anpassung der Tarife aus seiner Sicht unumgänglich.

Der Forscher verwies zudem auf die hohen finanziellen Belastungen des Stromsektors. Nach seinen Angaben liegen die operativen Verluste bei Edenorte bei rund 24 Prozent. Für Edesur nannte er eine Spanne zwischen 20 und 28 Prozent, während Edeeste Verluste von rund 52 Prozent verzeichne.

Ein weiterer Faktor sind die staatlichen Subventionen über den Fondo de Estabilización de la Tarifa Eléctrica (FETE). Über diesen Fonds übernimmt die Regierung die Differenz zwischen dem tatsächlich berechneten Strompreis und der sogenannten technischen Tarifhöhe.

Moreno de San Juan zufolge beliefen sich diese Zuschüsse im vergangenen Jahr auf mehr als 930 Millionen US-Dollar. Für das laufende Jahr werde mit einem Betrag von mehr als 1,1 Milliarden US-Dollar gerechnet.

Der Experte erkennt gleichzeitig an, dass eine Reduzierung der Subventionen die Haushalte unmittelbar belasten würde. Sollten die Behörden deshalb zu dem Schluss kommen, dass die staatliche Unterstützung weiterhin notwendig sei, müsse dies entsprechend in der Energiepolitik berücksichtigt werden.

Seine Aussagen fallen in eine anhaltende Diskussion über Kosten, Verluste und Finanzierung des dominikanischen Stromsystems. Moreno de San Juan vertritt dabei die Position, dass die derzeitige Kombination aus eingefrorenen Tarifen, höheren Brennstoffkosten und steigenden staatlichen Zuschüssen langfristig eine Anpassung erforderlich mache.

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Beitragsbild(er):elnacional.com.do