Kulturministerium lässt Inhalte entfernen und fordert strengere Gesetze für den Schutz nationaler Symbole im digitalen Raum

Dominikanische Behörden stoppen Monetarisierung der Nationalhymne auf YouTube

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Die dominikanische Regierung hat die Monetarisierung der Nationalhymne auf digitalen Plattformen unterbunden und entsprechende Inhalte entfernen lassen. Hintergrund ist der Versuch eines Nutzers, die Hymne zu registrieren und wirtschaftlich zu nutzen – ein Vorgehen, das klar gegen geltendes Recht verstößt.

Kulturminister Roberto Ángel Salcedo erklärte, dass das Ministerium erfolgreich bei YouTube interveniert habe. Die beanstandeten Inhalte wurden daraufhin gelöscht. Das Ministerium habe alle rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft, um den Fall zu klären.

Der Vorfall macht deutlich, dass nationale Symbole wie die dominikanische Hymne als öffentliches Kulturgut gelten und nicht zur Gewinnerzielung genutzt werden dürfen. Grundlage hierfür ist das Gesetz 210-19, das den Schutz der Nationalsymbole regelt und Veränderungen an Text oder Musik untersagt.

Gleichzeitig räumte der Minister ein, dass rechtliche Schritte gegen den Verantwortlichen schwierig sind, da sich der Fall außerhalb der dominikanischen Gerichtsbarkeit ereignete. Dies verdeutlicht die Grenzen nationaler Gesetze im digitalen Raum.

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Vor diesem Hintergrund sprach sich Salcedo für eine Modernisierung der bestehenden Gesetzgebung aus. Die aktuelle Regelung stamme aus dem Jahr 2019 und berücksichtige die dynamische Entwicklung digitaler Plattformen seit der Pandemie nur unzureichend. Ziel sei es, künftig wirksamere Sanktionen gegen Missbrauch zu ermöglichen.

Die Aussagen erfolgten im Rahmen der Vorbereitungen zur Feria Regional del Libro y la Cultura Cibao 2026, die vom 20. bis 26. April im Gran Teatro del Cibao stattfindet. Die Veranstaltung soll die kulturelle Entwicklung der Region stärken und wird von staatlichen, privaten und kulturellen Akteuren gemeinsam getragen.

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