Die dominikanische Generalkonsulin in Hamburg, Elsa de León, hat ihren Rücktritt angekündigt. Als Grund nannte sie fehlende institutionelle Unterstützung und unzureichendes Personal für die Arbeit der Auslandsvertretung.
De León erklärte gegenüber Journalisten im dominikanischen Nationalkongress, das Konsulat in Hamburg könne unter den derzeitigen Bedingungen seine Aufgaben nicht angemessen erfüllen. Wörtlich sagte sie, die Vertretung „funktioniere schlichtweg nicht“.
Nach ihren Angaben besteht die Situation bereits seit dem 30. September des vergangenen Jahres. Seitdem habe sie nicht die notwendige Unterstützung erhalten, um ihre Aufgaben als Vertreterin des dominikanischen Staates in Deutschland wahrzunehmen.
Konkrete Verantwortliche für die von ihr geschilderten Probleme nannte De León nicht. Nach Angaben des Ausgangstextes hatten sich weder das dominikanische Außenministerium noch die Regierung bislang öffentlich zu ihrem Rücktritt und den Vorwürfen geäußert.
De León war im März des vergangenen Jahres von Präsident Luis Abinader mit der Leitung des dominikanischen Konsulats in Hamburg betraut worden.
Kritik an Umweltpolitik in Las Terrenas
Der Besuch der früheren Politikerin im Kongress hatte zugleich einen weiteren Hintergrund. De León erhob dort schwere Vorwürfe gegen den Umgang mit Bau- und Umweltgenehmigungen in Las Terrenas in der Provinz Samaná.
Sie behauptete, das Umweltministerium habe Genehmigungen erteilt, die das Ökosystem der Gemeinde gefährdeten. Dabei sprach sie unter anderem von Bebauung in Flussbereichen, Umweltbelastungen an den Stränden und Eingriffen in die Berge der Region.
Diese Aussagen stellen Vorwürfe von De León dar. Im vorliegenden Ausgangstext wird keine Stellungnahme des Umweltministeriums dazu wiedergegeben.
De León forderte Umweltminister Paino Henríquez auf, sich selbst ein Bild von der Situation in der Provinz zu machen und ihre Beschwerden zu überprüfen.
Die Politikerin stammt aus Samaná und war dort bereits zweimal Gouverneurin. Außerdem war sie zwischen 2008 und 2012 Vizeministerin für Tourismus und gehörte später für den Partido Revolucionario Moderno (PRM) der Abgeordnetenkammer an.
2021 wurde sie als Gouverneurin abberufen, nachdem sie mit Äußerungen über ungeimpfte Covid-Tote öffentlich scharfe Kritik ausgelöst hatte.
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