In der Dominikanischen Republik sind bis Ende September 2026 insgesamt 20 Menschen an Leptospirose gestorben. Gleichzeitig ist die Zahl der bestätigten Infektionen gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Das geht aus dem epidemiologischen Wochenbericht des Gesundheitsministeriums für den Zeitraum vom 20. bis 26. September hervor.
Seit Jahresbeginn wurden landesweit 279 Leptospirose-Fälle bestätigt. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 142. Damit hat sich die Zahl der Erkrankungen nahezu verdoppelt. In der 38. Kalenderwoche wurden allerdings keine neuen Infektionen registriert.
Leptospirose gehört zu den in der Dominikanischen Republik endemisch vorkommenden Infektionskrankheiten. Sie wird durch Kontakt mit infizierten Tieren beziehungsweise deren Ausscheidungen übertragen. Besonders nach längeren Regenperioden und Überschwemmungen steigt das Infektionsrisiko. Die Krankheit zählt deshalb zu den gesundheitlichen Risiken, die von den Behörden besonders überwacht werden.
Dengue nimmt zu, Malaria deutlich rückläufig
Auch bei Dengue steigt die Zahl der bestätigten Erkrankungen. Bis Ende September wurden 371 Fälle und ein Todesfall registriert. Allein zwischen dem 20. und 26. September kamen neun Neuinfektionen hinzu.
Bei acht dieser Fälle wurde das Denguevirus des Serotyps DENV-2 nachgewiesen. Ein weiterer Fall konnte keinem bestimmten Serotyp zugeordnet werden. Die Erkrankungen konzentrieren sich insbesondere auf die Provinzen La Altagracia, Duarte und Hato Mayor.
Das Gesundheitsministerium erinnert daran, dass Dengue durch infizierte Stechmücken übertragen wird. Typische Symptome sind Fieber, starke Kopfschmerzen, Schmerzen hinter den Augen sowie Muskel- und Gelenkschmerzen.
Deutlich günstiger entwickelt sich dagegen die Malariasituation. Mit 137 bestätigten Fällen liegt die Zahl der Erkrankungen um 83 Prozent unter dem Vorjahreswert von 797 Fällen. Todesfälle durch Malaria wurden bislang nicht gemeldet.
Weitere Infektionskrankheiten und Todesfälle
Neben Leptospirose und Dengue erfasst der epidemiologische Bericht weitere Infektionskrankheiten. Bis Ende September wurden 19 Tetanusfälle mit neun Todesopfern sowie 20 Erkrankungen durch Meningokokken mit sechs Todesfällen registriert.
Die Zahl der Säuglingssterbefälle liegt seit Jahresbeginn bei 1.448. Darüber hinaus wurden 112 Todesfälle im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt bestätigt.
Auch schwere Atemwegsinfektionen werden weiterhin überwacht. Innerhalb der letzten vier epidemiologischen Wochen wurden zwölf entsprechende Erkrankungen nachgewiesen.
Davon entfielen sechs auf Influenza A (H3N2), drei auf das Coronavirus SARS-CoV-2 sowie jeweils eine auf Parainfluenzaviren der Typen II und III und das Respiratorische Synzytialvirus (RSV).
Die aktuellen Zahlen verdeutlichen die unterschiedlichen Entwicklungen bei den überwachten Infektionskrankheiten. Während Malaria gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgegangen ist, bleibt insbesondere die starke Zunahme der Leptospirose-Fälle ein gesundheitliches Warnsignal.
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