Forderungen über 100 Millionen Dollar abgewiesen

Dominikanische Republik gewinnt internationales Schiedsverfahren

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Die Dominikanische Republik hat ein internationales Schiedsverfahren gegen den französischen Unternehmer Yves Martine Garnier gewonnen. Nach Angaben der Regierung wurden dessen Forderungen von mehr als 100 Millionen US-Dollar vollständig zurückgewiesen.

Der Schiedsspruch wurde am 19. August 2026 erlassen. Grundlage des Verfahrens war das 1999 geschlossene Investitionsschutzabkommen zwischen Frankreich und der Dominikanischen Republik.

Ausgangspunkt des Konflikts war die Beendigung eines Konzessionsvertrags zur Sammlung und Bewirtschaftung fester Abfälle in Santo Domingo Este. Vertragspartner war EGTT Dominicana, S.A., ein Unternehmen des Klägers.

Das Schiedsgericht kam nach den vorliegenden Angaben zu dem Ergebnis, dass die Kündigung der Konzession nach dominikanischem Recht rechtmäßig war. Als Grund wurden Mängel bei der Leistungserbringung durch EGTT Dominicana genannt.

Zudem stellte das Tribunal fest, dass die vom Kläger vorgebrachten Sachverhalte nicht ausreichten, um einen Verstoß der Dominikanischen Republik gegen ihre Verpflichtungen aus dem bilateralen Investitionsschutzabkommen festzustellen.

Das Verfahren war am 4. Oktober 2021 eingeleitet worden und wurde von der Permanenten Schiedsstelle unter dem Aktenzeichen 2022-01 verwaltet.

Die Verteidigung des dominikanischen Staates wurde zunächst vom Ministerium für Industrie, Handel und kleine und mittlere Unternehmen MICM gemeinsam mit der Stadtverwaltung von Santo Domingo Este koordiniert. Später beteiligte sich auch das Justizministerium. Unterstützt wurde die Regierung zudem von der internationalen Kanzlei Foley Hoag LLP.

Industrie- und Handelsminister Yayo Sanz Lovatón wertete die Entscheidung als Bestätigung der staatlichen Linie, internationale Verpflichtungen gegenüber ausländischen Investoren einzuhalten, gleichzeitig aber unbegründete Forderungen konsequent abzuwehren.

Nach Angaben der Regierung soll die aktive Verteidigung in Investitionsschiedsverfahren sowohl öffentliche Mittel schützen als auch die Rechtssicherheit für ausländische Investoren stärken.

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