Das Ministerium für Energie und Bergbau hat mindestens drei Genehmigungen zur Erkundung von Bodenschätzen in der Cordillera Septentrional erteilt. Betroffen sind mehrere Gebiete in den Provinzen Puerto Plata und Santiago.
Die Konzessionen betreffen die Projekte „Cobre – El Hoyazo II“, „Lluvia de Oro“ und „Monte Hoyazo“. Sie wurden an die Unternehmen Vertrixi Holding, Proyecto Minero Gold Rain und Unigold Resources vergeben. Ziel der Exploration ist die Suche nach Gold, Silber, Kupfer sowie weiteren Metallen.
Nach vorläufigen Erkenntnissen der Umweltkommission der Universidad Autónoma de Santo Domingo (UASD) umfassen die Genehmigungen große Flächen in verschiedenen Gemeinden und ländlichen Gebieten der Nordkordillere. Ein entsprechender Bericht der Universität soll in den kommenden Tagen veröffentlicht werden.
Für das Projekt „El Hoyazo II“ wurde eine Fläche von rund 8.931 Hektar genehmigt. Diese erstreckt sich über mehrere Gemeinden und zahlreiche Ortschaften in Puerto Plata und Santiago.
Das Projekt „Lluvia de Oro“ umfasst etwa 3.500 Hektar in der Provinz Puerto Plata, insbesondere in den Gemeinden Altamira, Imbert und Guananico.
Ein weiterer Fall betrifft die Konzession „Monte Hoyazo“, die laut staatlichem Bergbau-System seit 2020 offiziell noch als „in Prüfung“ geführt wird. Nach Angaben der UASD-Kommission sollen jedoch bereits Explorationsarbeiten durch das Unternehmen Unigold Resources durchgeführt werden.
Besondere Aufmerksamkeit richtet sich auf eine Klausel in der Genehmigung für „El Hoyazo II“. Diese sieht vor, dass das Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen später eine Förderlizenz für die erkundeten Gebiete beantragen kann. Grundlage dafür ist das dominikanische Bergbaugesetz aus dem Jahr 1971.
Kritik kommt unter anderem aus gesellschaftlichen Gruppen. Vertreter der Initiative „Unidos Somos Más“ sehen in dieser Regelung ein mögliches Risiko, da sie den Übergang von der Exploration zur späteren Förderung erleichtern könnte.
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Damit rückt ein Thema stärker in den Fokus, das langfristig weit über einzelne Projekte hinausgeht.
Bergbau und Umwelt in der Dominikanischen Republik
Die Vergabe von Bergbaukonzessionen ist eng mit Fragen zu Umweltschutz, wirtschaftlicher Entwicklung und staatlicher Regulierung verbunden. Gerade in sensiblen Regionen wie Gebirgszügen stehen mögliche wirtschaftliche Chancen häufig im Spannungsfeld mit ökologischen Risiken.
Wer sich näher mit Hintergründen, gesetzlichen Rahmenbedingungen und der Rolle des Bergbaus im Land beschäftigen möchte, findet weiterführende Einordnungen im DomRep Guide.

