Die intelligente Grenzanlage zwischen der Dominikanischen Republik und Haiti umfasst inzwischen mehr als 60 Kilometer errichtete Struktur. Gleichzeitig weitet die Regierung das Projekt aus und hat in Jimaní in der Provinz Independencia eine weitere Bauphase über 14,5 Kilometer begonnen.
Die bislang längsten Abschnitte befinden sich in Dajabón. Dort wurden nach den vorliegenden Angaben 25 Kilometer zwischen Manzanillo und La Sal errichtet. Weitere 13 Kilometer zwischen La Sal und Capotillo befinden sich im Bau.
In Pedernales sind acht Kilometer fertiggestellt. Für Elías Piña und Jimaní werden zusammen rund 28,5 Kilometer angegeben. In dieser Zahl sind allerdings auch bereits zuvor errichtete Einfriedungen an den Kontrollpunkten El Carrizal und Mal Paso enthalten.
Weitere 14,5 Kilometer in Jimaní
Die zweite Bauphase in Jimaní soll sich über 14,5 Kilometer erstrecken. Vorgesehen sind unter anderem sechs Überwachungstürme, 35 Durchlässe und eine rund 13 Fuß hohe Konstruktion. Zusätzlich sollen auf beiden Seiten Patrouillenwege entstehen.
Verantwortlich für die Ausführung ist das dominikanische Verteidigungsministerium MIDE.
Während die Arbeiten baulich voranschreiten, liegt die finanzielle Umsetzung 2026 deutlich unter dem vorgesehenen Niveau. Nach Angaben der Haushaltsbehörde Digepres waren bis Ende August 399,1 Millionen Pesos von insgesamt 1,5 Milliarden Pesos für das laufende Jahr ausgegeben.
Das entspricht einer Ausführungsquote von 26,6 Prozent. Gemessen am fortgeschrittenen Haushaltsjahr hätte der Wert rechnerisch bei etwa 66 Prozent liegen müssen.
Seit Beginn des Projekts im Jahr 2022 wurden für die Grenzanlage bis einschließlich 2026 insgesamt 7,3007 Milliarden Pesos in den Haushalten vorgesehen. Davon waren nach den genannten Zahlen bislang 4,4553 Milliarden Pesos beziehungsweise 61 Prozent ausgegeben.
Der Bau begann 2022 zunächst mit Schwerpunkt auf Montecristi und Dajabón und wurde später auf weitere Grenzabschnitte ausgeweitet. Mit den neuen Arbeiten in Jimaní und zwischen La Sal und Capotillo wird das Projekt weiter verlängert.
Weitere politische und staatliche Entwicklungen finden Sie im Ressort Staat und Politik.
