Häuser entstehen an gefährlichen Hängen

Illegale Siedlungen an der Autopista 6 de Noviembre sorgen für Sicherheitsrisiken

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Entlang der Autopista 6 de Noviembre in Santo Domingo Oeste sind zahlreiche Wohnhäuser an steilen und teilweise instabil wirkenden Hängen entstanden. Nach einem Bericht aus den Vierteln La Altagracia und El Abanico befinden sich Teile der Bebauung auf geschützten Flächen und in Bereichen, die bei starken Regenfällen durch Erdrutsche gefährdet sein könnten.

Die informellen Siedlungen liegen teilweise verborgen hinter der dichten Vegetation entlang der Schnellstraße. Einige Gebäude bestehen aus Beton, Stahl und Mauersteinen, andere wurden mit Holz, Wellblech und weiteren einfachen Materialien errichtet.

Besonders problematisch ist die Lage vieler Häuser unmittelbar an den Hängen. Dem Bericht zufolge wurden sie ohne erkennbare städtebauliche Planung oder vorherige Bodenuntersuchungen errichtet. Teilweise stehen Gebäude auf Stützen und sind terrassenartig übereinander angeordnet.

Bei starken Niederschlägen könnte sich das Risiko erhöhen. Gesättigte und erodierte Böden an steilen Hängen können insbesondere während der Regen- und Hurrikansaison die Gefahr von Erdrutschen verstärken.

Ausbreitung seit der Pandemie

Nach Aussagen von Bewohnern habe die verstärkte Besiedlung des Gebietes während der Corona-Pandemie begonnen. Beschwerden über die Landbesetzungen seien bereits damals vorgebracht worden, ohne dass die Entwicklung dauerhaft gestoppt worden sei.

Der Bericht führt aus, dass das Umweltministerium Teile des betroffenen Gebietes als geschützte Zone eingestuft habe. Dennoch hätten sich die Siedlungen weiter ausgedehnt.

Auch die Versorgung der Bewohner ist demnach unzureichend. Genannt werden fehlende oder eingeschränkte Versorgung mit Trinkwasser, Abwasserentsorgung und Elektrizität. Improvisierte Anschlüsse könnten zusätzliche Sicherheitsrisiken verursachen.

Bislang seien weder von den Umweltbehörden noch von der Gemeindeverwaltung konkrete Pläne für eine Räumung oder eine mögliche Umsiedlung der betroffenen Familien bekannt geworden.

Die Situation verdeutlicht zugleich einen grundlegenden Konflikt: Einerseits benötigen Familien bezahlbaren Wohnraum, andererseits entstehen durch Bebauung in gefährdeten Hanglagen und geschützten Gebieten erhebliche Risiken für Menschen und Umwelt.

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