Die Inflation in der Dominikanischen Republik hat im März 2026 eine Jahresrate von 4,63 % erreicht und liegt damit weiterhin im Zielkorridor der Geldpolitik.
Nach Angaben der Banco Central de la República Dominicana stieg der Verbraucherpreisindex (VPI) im Monatsvergleich um 0,27 %. Auch die Kerninflation blieb stabil und lag bei 4,58 %, womit sie den zweiten Monat in Folge leicht zurückging.
Die Kerninflation gilt als wichtiger Indikator für die Geldpolitik, da sie stark schwankende Preise – etwa für Lebensmittel, Kraftstoffe oder regulierte Dienstleistungen – ausklammert und so die grundlegende Preisentwicklung besser widerspiegelt.
Grundlage der Berechnung sind landesweite Erhebungen in mehr als 11.000 Betrieben. Dabei werden über 200.000 Preise für 364 Güter und Dienstleistungen erfasst, die den Konsum der Haushalte repräsentieren.
Transport treibt Preise, Lebensmittel dämpfen
Den größten Einfluss auf die Preisentwicklung hatte im März der Bereich Transport, der um 0,99 % zulegte. Ursache waren vor allem gestiegene Treibstoffpreise sowie höhere Flugtarife.
Demgegenüber wirkten sinkende Preise im Bereich Lebensmittel und alkoholfreie Getränke (-0,15 %) dämpfend. Hintergrund ist eine Normalisierung der Versorgungslage nach wetterbedingten Engpässen Ende des Vorjahres. Besonders Produkte wie Kochbananen, Hähnchen und Kartoffeln wurden günstiger.
Auch der Bereich Kommunikation verzeichnete einen leichten Rückgang (-0,2 %), insbesondere durch niedrigere Preise bei Telekommunikationsdiensten und Streaming-Angeboten.
Dienstleistungen bleiben Preistreiber
Preisanstiege wurden zudem in den Bereichen Restaurants und Hotels (+0,53 %), Gesundheit (+0,54 %) sowie bei verschiedenen Dienstleistungen (+0,38 %) registriert. Hier spielten vor allem höhere Kosten für Mahlzeiten außer Haus, medizinische Leistungen und Versicherungen eine Rolle.
Auch Wohnkosten legten leicht zu (+0,24 %), insbesondere durch steigende Mieten.
Regionale Unterschiede sichtbar
Regional zeigte sich ein uneinheitliches Bild: Während die Region Nord (Cibao) mit 0,41 % und der Osten mit 0,37 % stärkere Preissteigerungen verzeichneten, fiel die Inflation in der Region Ozama (Großraum Santo Domingo) mit 0,17 % moderater aus.
Diese Unterschiede hängen laut Zentralbank vor allem mit der unterschiedlichen Gewichtung von Transport- und Lebensmittelpreisen in den jeweiligen Regionen zusammen.
Höhere Belastung für einkommensstarke Haushalte
Interessant ist auch die Entwicklung nach Einkommensgruppen: Während Haushalte mit niedrigem Einkommen geringere Preissteigerungen verzeichneten, lag die Inflation im höchsten Einkommensquintil bei 0,41 %. Hauptgrund sind hier höhere Ausgaben für Transport und Flugreisen.

