Digitale Bußgelder sollen Verkehrskontrollen verstärken

Intrant will Fotomultas zur Verkehrsüberwachung einführen

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Das dominikanische Verkehrsinstitut Intrant will künftig Fotomultas, also technologisch erfasste Verkehrsverstöße mit digitaler Bußgeldbearbeitung, einsetzen. Die Maßnahme ist Teil eines kurzfristigen Plans zur stärkeren Kontrolle des Straßenverkehrs und zur Umsetzung des Verkehrsgesetzes 63-17.

Intrant-Direktor Juan Manuel Méndez erklärte, mit technischen Systemen solle unter anderem überprüft werden können, ob ein Fahrzeug kontrolliert wurde. Gleichzeitig sollen relevante Informationen zu Fahrzeug und Fahrer über eine gemeinsame digitale Plattform verfügbar sein.

Nach den Vorstellungen des Intrant sollen dabei Informationen verschiedener Behörden miteinander verbunden werden. Genannt werden neben dem Verkehrsinstitut auch die Staatsanwaltschaft und die Verkehrspolizei Digesett.

Geprüft werden außerdem Möglichkeiten wie eine intelligente Fahrzeugplakette und eine stärkere Verknüpfung der Daten mit dem Führerschein.

Erste Maßnahmen innerhalb weniger Monate

Die digitalen Bußgelder sind Teil eines größeren Maßnahmenpakets, das nach Angaben von Méndez gemeinsam mit Technikern des Intrant ausgearbeitet wurde.

Dazu gehören neben den Fotomultas die Modernisierung des Ampelsystems und die Einführung der seit Jahren vorgesehenen technischen Fahrzeugprüfung.

Erste Maßnahmen sollen nach Angaben des Intrant-Direktors innerhalb von zwei bis drei Monaten umgesetzt werden. Zwischen drei und sechs Monaten erhofft sich die Behörde bereits sichtbare Auswirkungen auf die Verkehrssituation.

Die Idee der Fotomultas ist allerdings nicht neu. Bereits im August 2023 hatte der damalige Intrant-Direktor Hugo Beras angekündigt, entsprechende Kamerasysteme installieren zu wollen. Nach Darstellung des Ausgangstextes wurde das Vorhaben damals jedoch nicht umgesetzt.

Ampeln sollen besser synchronisiert werden

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Überarbeitung der Ampelsteuerung. Die einzelnen Anlagen sollen stärker miteinander synchronisiert und Ausfallzeiten reduziert werden. Ziel ist ein flüssigerer Verkehr mit weniger Staus.

Nach Einschätzung von Méndez könnte eine zuverlässigere Ampelsteuerung zugleich dazu führen, dass weniger Digesett-Beamte dauerhaft Kreuzungen manuell regeln müssen.

Die dadurch frei werdenden Einsatzkräfte könnten sich stärker auf die Überwachung von Verkehrsverstößen konzentrieren.

Geplant ist außerdem die Anschaffung von technischem Gerät für die Wartung der Ampelanlagen, darunter geeignete Hebefahrzeuge. Dadurch sollen Reparaturarbeiten sicherer durchgeführt werden können.

Technische Fahrzeugprüfung ab 2027 geplant

Parallel arbeitet das Intrant an der Einführung einer technischen Fahrzeugkontrolle, die bereits im Verkehrsgesetz 63-17 vorgesehen ist.

Fahrzeuge, die die technischen Voraussetzungen für den Straßenverkehr nicht erfüllen, könnten dadurch künftig aus dem Verkehr gezogen werden.

Méndez will dabei nicht auf ein langfristiges öffentlich-privates Modell warten. Stattdessen sollen bestehende Werkstätten im Land über eine Ausschreibung eingebunden werden, sofern sie die festgelegten technischen Anforderungen erfüllen.

Das entsprechende Leistungsverzeichnis befindet sich nach seinen Angaben derzeit in Vorbereitung. Als Ziel für den Beginn der Fahrzeugprüfungen wird das erste Halbjahr 2027 genannt.

Mit digitaler Verkehrsüberwachung, modernisierten Ampeln und technischen Fahrzeugkontrollen will das Intrant die Durchsetzung des Verkehrsgesetzes stärken. Gleichzeitig kündigte Méndez eine dauerhafte Informationskampagne an, um die Bevölkerung besser darüber aufzuklären, welche Aufgaben das Intrant und welche andere Verkehrsbehörden übernehmen.

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