Die dominikanische Migrationsbehörde DGM hat seit Januar 2025 insgesamt 263 Mitarbeiter entlassen. Nach Angaben der Behörde erfolgten die Trennungen wegen Handlungen, die gegen institutionelle Vorschriften verstoßen haben.
Grundlage dafür waren 980 verwaltungsinterne Untersuchungs- und Kontrollverfahren. Die DGM teilte am Montag mit, dass ihre interne Ermittlungsabteilung die Fälle weiter bearbeitet.
Von den erfassten Vorgängen befinden sich demnach noch 185 Akten in Untersuchung. Gegen 244 Beschäftigte wurden Verwarnungen oder andere Sanktionen ausgesprochen, 66 wurden vorläufig suspendiert.
Hinzu kommen 123 Versetzungen und 21 weitere Entlassungen im Verwaltungsverfahren. In 75 Fällen wurde hingegen keine Sanktion verhängt, weil eine Beteiligung der betroffenen Mitarbeiter an den vorgeworfenen Vorgängen nicht nachgewiesen werden konnte.
Nach Darstellung der Behörde zeigen die Ergebnisse, dass es ein aktives internes Kontrollsystem gebe. Die Untersuchungen würden nach den Grundsätzen der Objektivität, unter Wahrung des rechtlichen Gehörs und entsprechend den Vorgaben des Ministeriums für öffentliche Verwaltung geführt.
Neben den internen Verfahren verwies die DGM auch auf die Arbeit ihres Ermittlungsbereichs im vergangenen Jahr. Demnach wurden 7.050 Fälle von Dokumentenbetrug, 4.400 Fälle von Identitätsmissbrauch, 850 Fälle im Zusammenhang mit Migrationsverfahren sowie 185 mutmaßliche Verstöße gegen richterlich angeordnete Einreisesperren oder Einschränkungen bearbeitet.
Die Behörde rief die Bevölkerung zugleich dazu auf, Unregelmäßigkeiten, illegale Siedlungen sowie mögliches Fehlverhalten von DGM-Mitarbeitern zu melden.
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