Die dominikanische Staatsanwaltschaft hat gemeinsam mit mehreren Sicherheitsbehörden die „Operación Armum“ gegen 18 Waffenhändler und Waffengeschäfte im Land gestartet. Bei den Durchsuchungen wurden nach Angaben des Ministerio Público rund 200 Schusswaffen und etwa 40.000 Schuss Munition beschlagnahmt.
Die Einsätze fanden unter anderem im Distrito Nacional, in Mao, Espaillat, San Francisco de Macorís, Santiago und Santo Domingo Este statt. Beteiligt waren 25 Staatsanwälte, 190 Angehörige der Policía Nacional sowie Inspektoren des Verteidigungs- und des Innenministeriums.
Nach Darstellung der Ermittlungsbehörden sollen die betroffenen Geschäfte teilweise ohne gültige Genehmigungen gearbeitet haben. Genannt werden unter anderem der Betrieb ohne Lizenz oder mit abgelaufener Lizenz, nicht genehmigte Werkstattarbeiten, unerlaubte Vermittlung beim Waffenhandel sowie die unrechtmäßige Verwahrung fremder Schusswaffen.
Unter den sichergestellten Waffen befanden sich laut Staatsanwaltschaft Langwaffen, Pistolen und Revolver. Bei einem erheblichen Teil hätten Dokumente oder Nachweise über die Herkunft gefehlt.
Auch bei der Munition seien Unregelmäßigkeiten festgestellt worden. Ein Teil der etwa 40.000 Patronen habe keine vorgeschriebene Kennzeichnung aufgewiesen. Die Ermittler gehen deshalb davon aus, dass Munition illegal in die Dominikanische Republik gelangt sein könnte.
Darüber hinaus wurden nach Angaben der Behörden verbotene beziehungsweise militärische Waffen, Zielfernrohre, Laser- und Rotpunktvisiere, Adapter, Trommelmagazine sowie veränderte Waffen sichergestellt. Auch Ausrüstungsgegenstände staatlicher Ermittlungsbehörden sollen ohne entsprechende Genehmigungen gefunden worden sein.
Aufgrund der Funde wurden Eigentümer oder Vertreter der betroffenen Waffenhändler festgenommen. Die Staatsanwaltschaft kündigte an, bei den zuständigen Gerichten Zwangsmaßnahmen gegen die Beschuldigten zu beantragen.
Die Ermittlungen werden von der Procuraduría Especializada para el Control y Tráfico de Armas unter Leitung von Maura Martínez sowie weiteren Sicherheits- und Kontrollbehörden geführt.
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