Verluste steigen trotz höherer Investitionen

Stromverteiler verlieren fast 40 Prozent der Energie

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Die staatlichen Stromverteilunternehmen der Dominikanischen Republik haben im ersten Halbjahr 2026 durchschnittlich 39,1 Prozent der eingekauften Energie verloren. Nach Angaben des Ministeriums für Energie und Bergbau lag die Verlustquote damit 0,8 Prozentpunkte höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Am stärksten betroffen war Edeeste. Das Unternehmen verzeichnete zwischen Januar und Juni Verluste von 55,9 Prozent der eingekauften Energie. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 entspricht dies einem Anstieg um 0,5 Prozentpunkte.

Bei Edesur lag die Verlustquote bei 32,2 Prozent und damit 0,4 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Edenorte wies mit 26 Prozent zwar die niedrigste Quote auf, verzeichnete aber mit einem Plus von 0,8 Prozentpunkten die stärkste Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr.

Die Zahlen zeigen, dass ein erheblicher Teil der von den Verteilunternehmen übernommenen Energie nicht entsprechend abgerechnet beziehungsweise verwertet wird. Dies belastet weiterhin die finanzielle Stabilität des dominikanischen Stromsystems.

Stromsubvention steigt deutlich

Die Entwicklung wirkt sich auch auf die öffentlichen Finanzen aus. In den ersten sechs Monaten 2026 stellte die Regierung nach den vorliegenden Angaben 68,744 Milliarden Pesos für die Subventionierung des Stromsektors bereit.

Das waren rund 18,9 Milliarden Pesos beziehungsweise 37,9 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2025.

Gleichzeitig erhöhten die drei Stromverteiler ihre Investitionen. Zwischen Januar und Juni flossen 115,6 Millionen US-Dollar in Investitionsausgaben. Dies entspricht einem Anstieg um 25,6 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Auch die Zahl der Beschäftigten nahm zu. Die drei Unternehmen beschäftigten zusammen 223 Mitarbeiter mehr als ein Jahr zuvor, was einem Zuwachs von drei Prozent entspricht.

Trotz höherer Investitionen und größerer Personalstärke konnten die Energieverluste somit nicht reduziert werden. Im Gegenteil: Bei allen drei staatlichen Verteilunternehmen verschlechterte sich der entsprechende Wert gegenüber dem Vorjahr.

Die hohen Verluste bleiben damit eine der zentralen finanziellen Belastungen des dominikanischen Stromsektors und erhöhen zugleich den Subventionsbedarf des Staates.

Weitere Entwicklungen zu Energiepreisen, Staatsausgaben und Wirtschaft finden Sie im Ressort Wirtschaft und Finanzen.