Protest gegen Müllanlage

Organisationen kritisieren Genehmigung für Anlage in La Cuaba

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Mehrere soziale Organisationen lehnen die vom Umweltministerium erteilte Genehmigung für den Bau einer Anlage zur Verwertung von Abfällen im Gebiet El Aguacate im Gemeindebezirk La Cuaba in Pedro Brand ab.

Die Coordinadora de Organizaciones Barriales Don Bosco Codonbosco, die Asociación de Comités de Amas de Casas del Distrito Nacional y Santo Domingo Acadisando sowie das Instituto de Resolución Alternativa de Conflictos Alexis Rafael Peña Ircarp sprachen in einer gemeinsamen Erklärung von einem „Umweltverbrechen“.

Nach Ansicht der Organisationen gefährdet das Projekt die Umwelt in der Region sowie die Flüsse Isabela und Ozama. Diese Gewässer umgeben den Großraum Santo Domingo, in dem rund vier Millionen Menschen leben.

Die Gruppen warfen dem Umweltministerium vor, mit der Genehmigung eine Entwicklung zu fördern, die der Natur schade. Anwohner von La Cuaba befürchten, dass die geplante Anlage faktisch zu einer Müllhalde werde.

Die Organisationen erklärten ihre Unterstützung für die lokalen Gemeinschaften und kündigten an, sich möglichen Protesten anzuschließen. Sie kritisierten, dass ausländische Investoren mit staatlicher Unterstützung ein Projekt vorantreiben könnten, das aus ihrer Sicht Bäche, Flüsse und Quellen gefährde.

Der Appell richtete sich direkt an Präsident Luis Abinader und Umweltminister Armando Paíno Henríquez. Beide wurden aufgefordert, die Forderungen der Gemeinde und der katholischen Kirche zum Schutz des Wassers ernst zu nehmen.

Der Umweltminister hatte bestätigt, dass die Genehmigungen für den Bau der Anlage im Gebiet El Aguacate erteilt wurden. Dies geschah trotz wiederholter Proteste der Gemeinde, die bereits seit September gegen das Vorhaben mobilisiert.

Die Bewohner von La Cuaba lehnen das Projekt entschieden ab. Sie argumentieren, dass die Anlage die wirtschaftliche und ökologische Entwicklung der Zone beeinträchtigen könnte. Die Region wird von ihnen wegen ihrer Flora, ihrer Wasserläufe und ihres ecotouristischen Potenzials als besonders schützenswert beschrieben.

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Kontakt

Zuletzt marschierten Anwohner und unterstützende Organisationen bis vor den Nationalpalast, um Präsident Abinader auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen.

Der Widerstand gegen das Vorhaben reicht bis ins Jahr 2021 zurück. Damals beantragte das Unternehmen erstmals die Genehmigung beim Umweltministerium. Nach Umweltverträglichkeitsprüfungen und dem Widerstand der Bevölkerung wurde der Antrag 2023 abgelehnt.

Im Jahr 2025 ordnete das Tribunal Superior Administrativo nach einem Rechtsmittel eine Überprüfung dieser Entscheidung an. Dadurch blieb die Möglichkeit für den Bau des Projekts offen.

Geplant ist die Anlage an der Hauptstraße von El Aguacate auf einem Grundstück von mehr als 1.500 Tareas.