Die dominikanische Verbraucherschutzbehörde Pro Consumidor hat nach Angaben ihres Direktors Eddy Alcántara seit Beginn seiner Amtszeit Anfang 2021 mehr als 62.000 Beschwerden und Anzeigen von Verbrauchern bearbeitet. Durch Schlichtungsverfahren seien zudem rund 3,551 Milliarden Pesos für betroffene Bürger zurückgewonnen worden.
Alcántara stellte die Zahlen anlässlich des 18-jährigen Bestehens der Institution vor. Nach seinen Angaben habe Pro Consumidor in den vergangenen Jahren seine Marktüberwachung, Schlichtungsverfahren und Bürgerbetreuung ausgebaut.
Zu den Schwerpunkten gehört die Kontrolle von Geschäften im gesamten Land. Nach Angaben Alcántaras wurden mehr als 72.000 Handelsbetriebe in den 32 Provinzen überprüft. Bei festgestellten Verstößen gegen Verbraucherrechte wurden entsprechende Maßnahmen bis hin zu Betriebssperrungen ergriffen.
Der Ausgangstext lässt allerdings nicht eindeutig erkennen, wie viele der kontrollierten Geschäfte tatsächlich vorübergehend geschlossen oder sanktioniert wurden.
Mehr Kontrollen gegen irreführende Werbung
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Überwachung von Werbung und Preisaktionen. Pro Consumidor habe nach Angaben des Direktors mehr als 14.000 Werbeanzeigen überprüft.
Besondere Aufmerksamkeit gelte Zeiten mit hoher Handelsaktivität wie Weihnachten, dem Dreikönigstag, Muttertag und Black Friday. Ziel sei es, irreführende Werbung und unzulässige Preisaktionen frühzeitig zu erkennen.
Dazu kontrolliert die Behörde nach eigenen Angaben bereits vor Verkaufsaktionen die von Unternehmen angekündigten Preise. Dieses Verfahren soll verhindern, dass Händler zunächst Preise erhöhen und anschließend vermeintlich hohe Rabatte bewerben.
Alcántara erklärte außerdem, dass die Behörde inzwischen täglich mehr als hundert Anhörungen durchführe. Dies wertete er als Zeichen eines gestiegenen Vertrauens der Bevölkerung in die Institution.
Pro Consumidor sieht seine Aufgaben weiterhin vor allem in der Marktüberwachung, der Vermittlung bei Konflikten zwischen Unternehmen und Kunden sowie in der Aufklärung über Verbraucherrechte. Dabei sollen auch der elektronische Handel und grenzüberschreitende Geschäfte stärker berücksichtigt werden.
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