Staatsausgaben steigen um 10,7 Prozent

Regierung beschließt Haushalt von 2,037 Billionen Pesos für 2027

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Die dominikanische Regierung hat den Haushaltsentwurf für 2027 mit einem Volumen von 2,037 Billionen Pesos beschlossen. Der Ministerrat unter Leitung von Präsident Luis Abinader billigte den Entwurf, der nun dem Kongress zur Beratung vorgelegt werden soll.

Gegenüber dem aktuellen Haushalt von 1,841 Billionen Pesos steigt das geplante Volumen um rund 196 Milliarden Pesos beziehungsweise 10,7 Prozent.

Für 2027 rechnet die Regierung mit einem Haushaltsdefizit von 3,4 Prozent. Damit soll die Neuverschuldung ungefähr auf dem Niveau des laufenden Jahres bleiben.

Finanzminister Magín Díaz begründete die Haushaltsplanung mit der nach Angaben der Regierung weiterhin robusten wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. Trotz eines schwierigen internationalen Umfelds werde mit einem Wirtschaftswachstum zwischen 4 und 5 Prozent gerechnet.

Ölpreise und Zinsen bleiben Belastungsfaktoren

Zu den Risiken für die Haushaltsplanung zählen nach Darstellung des Ausgangsberichts insbesondere höhere Ölpreise, gestiegene Zinsen in den Vereinigten Staaten sowie internationale wirtschaftliche Spannungen.

Díaz verwies zugleich auf die Entwicklung der Inflation, die sich nach einem Rückgang im August wieder dem von der Zentralbank angestrebten Bereich von rund 5 Prozent nähere.

Als weitere Grundlage der Finanzplanung nannte der Minister die internationalen Reserven des Landes. Diese liegen seinen Angaben zufolge bei mehr als 15 Milliarden US-Dollar.

Bei den Prognosen für 2027 berücksichtigt die Regierung außerdem erwartete Zuwächse bei Rücküberweisungen aus dem Ausland, Touristenzahlen und Exporten. Diese Einnahmequellen spielen eine wichtige Rolle für die Devisenversorgung und die wirtschaftliche Entwicklung der Dominikanischen Republik.

Der Haushaltsentwurf muss nun im Nationalkongress beraten werden. Dort können Abgeordnete und Senatoren die vorgesehenen Einnahmen, Ausgaben und wirtschaftlichen Annahmen prüfen und weitere Erläuterungen der Regierung verlangen.

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