Wachstum bleibt vergleichsweise robust

Cepal erwartet 4 Prozent Wachstum für die Dominikanische Republik

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Die Wirtschaft der Dominikanischen Republik soll 2026 um 4,0 Prozent wachsen. Für 2027 erwartet die Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (Cepal) eine leichte Beschleunigung auf 4,4 Prozent.

Die Prognosen stammen aus dem aktuellen Bericht „Estudio Económico de América Latina y el Caribe 2026“. Darin untersucht die Cepal neben dem Wirtschaftswachstum insbesondere Produktivität und informelle Beschäftigung in der Region.

Mit einem erwarteten Wachstum von vier Prozent gehört die Dominikanische Republik laut Bericht zu den vergleichsweise dynamischen Volkswirtschaften Lateinamerikas und der Karibik. Für 2026 liegt die Prognose beispielsweise über den Erwartungen für Mexiko mit 1,3 Prozent und El Salvador mit 3,9 Prozent. Nicaragua mit 4,5 Prozent und Panama mit 4,4 Prozent liegen dagegen darüber.

Schwierigeres internationales Umfeld erwartet

Für 2026 und 2027 rechnet die Cepal mit einem anspruchsvolleren weltwirtschaftlichen Umfeld. Als Belastungsfaktoren nennt der Bericht ein schwächeres Wachstum der Weltwirtschaft, hohe geopolitische und finanzielle Unsicherheit sowie stärkeren Druck auf die internationalen Energiemärkte.

Ein weiterer Schwerpunkt der Untersuchung ist die Frage, wie sich Wirtschaftswachstum auf die Produktivität auswirkt.

Für die Dominikanische Republik nennt die Cepal einen sogenannten Verdoorn-Koeffizienten von 0,59 im formellen und 0,41 im informellen Wirtschaftssektor. Nach Darstellung des Berichts bedeutet dies, dass steigendes Wirtschaftswachstum einen positiven Effekt auf die Produktivität hat, dieser im formellen Sektor jedoch deutlich stärker ausfällt.

Im informellen Bereich liegt der dominikanische Wert unter Ländern wie Chile mit 0,52 und Peru mit 0,55.

Informalität zuletzt zurückgegangen

Positiv entwickelt hat sich laut Cepal zuletzt auch die informelle Beschäftigung. In elf von 15 untersuchten Ländern sank die Informalitätsquote im Jahr 2025.

Für die Dominikanische Republik weist der Bericht einen Rückgang um 2,5 Prozentpunkte aus. Einen ähnlich starken Rückgang verzeichnete Brasilien, während Chile und Costa Rica mit jeweils 4,4 Prozentpunkten deutlich stärkere Verbesserungen erreichten.

Für die Region insgesamt nennt die Cepal für 2025 eine Informalitätsquote von 42,1 Prozent. Trotz der Fortschritte bleibt die hohe informelle Beschäftigung damit eine zentrale Herausforderung für Produktivität und wirtschaftliche Entwicklung.

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