Die wirtschaftliche Entwicklung der Provinz La Altagracia, dem wichtigsten Tourismuszentrum der Dominikanischen Republik, schlägt sich zunehmend auch in den Steuereinnahmen und auf dem Arbeitsmarkt nieder. Im Jahr 2025 wurden dort nach Angaben der dominikanischen Steuerbehörde DGII rund 37,94 Milliarden Pesos an Steuern eingenommen.
2019 waren es noch 16,84 Milliarden Pesos. Damit haben sich die Einnahmen innerhalb von sechs Jahren mehr als verdoppelt. Als wesentliche Faktoren für diese Entwicklung gelten das Wachstum des Tourismussektors und die steigende Zahl formal registrierter Unternehmen in der Provinz.
La Altagracia zählt nach den vorliegenden Angaben zu den zehn Provinzen des Landes, in denen die Zahl privater registrierter Unternehmen während des vergangenen Jahrzehnts besonders stark zugenommen hat.
Auch auf dem formellen Arbeitsmarkt zeigt sich diese Entwicklung deutlich. 2025 waren in La Altagracia 108.517 abhängig Beschäftigte registriert. Gegenüber 84.362 Beschäftigten im Jahr 2019 entspricht dies einem Zuwachs von 28,6 Prozent. Damit lag die Provinz landesweit an vierter Stelle bei der Zahl formell Beschäftigter.
Besonders kräftig stieg die Summe der gezahlten Löhne. Sie erreichte 2025 rund 49,69 Milliarden Pesos, gegenüber 24,59 Milliarden Pesos sechs Jahre zuvor. Das entspricht einem Anstieg um 102 Prozent.
Auch innerhalb der regionalen Wirtschaftsstruktur hat La Altagracia damit erhebliches Gewicht. Werden die traditionell besonders steuerstarken Gebiete und Einheiten wie der Distrito Nacional, Santiago, Santo Domingo und die zuständigen Stellen für Großsteuerzahler aus der Betrachtung herausgenommen, entfielen laut den genannten Daten 2025 rund 29,2 Prozent der verbleibenden Einnahmen auf La Altagracia.
Die Entwicklung wirkt sich zudem auf die gesamte Region Yuma aus. Dort erreichte der Anteil formeller privater Beschäftigung nach offiziellen Angaben 51,2 Prozent und damit den höchsten Wert unter den Regionen des Landes.
Die Zahlen unterstreichen, dass die touristische Entwicklung rund um Punta Cana, Bávaro und Cap Cana längst weit über Hotels und Besucherzahlen hinausreicht. Sie prägt zunehmend auch Unternehmensstruktur, Beschäftigung, Löhne und staatliche Einnahmen.
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