Präsident Luis Abinader hat per Dekret 309-26 eine Exekutivkommission für die Transformation des Bildungswesens geschaffen. Ziel ist es, die Grundlagen für ein integriertes nationales Bildungssystem zu erarbeiten.
Das neue Modell soll Bildung stärker mit Wissenschaft, Technologie und Innovation verbinden. Vorgesehen ist außerdem ein Vorentwurf für ein umfassendes Bildungsgesetz, das auf künftige Herausforderungen reagieren und die verschiedenen Ebenen des dominikanischen Bildungssystems besser miteinander verzahnen soll.
Die neue Kommission soll ihre Arbeit mit der Nationalen Kommission abstimmen, die bereits durch das Dekret 173-16 vom 24. Juni 2016 geschaffen wurde. Damit soll sichergestellt werden, dass die Bildungsreform mit bereits bestehenden Initiativen im Sektor vereinbar bleibt.
Der Exekutivkommission gehören der Bildungsminister, der Minister für Hochschulbildung, Wissenschaft und Technologie, der Minister für öffentliche Verwaltung sowie die Generaldirektorin des Instituts für technische Berufsausbildung INFOTEP an.
Zusätzlich wird ein beratender Ausschuss eingerichtet. Er soll Experten aus verschiedenen Bildungsbereichen einbinden und Dialog, Konsultation sowie Konsensbildung zu den notwendigen Veränderungen im Bildungssystem fördern.
Ein technischer Ausschuss wird die Aufgabe haben, die endgültigen Vorschläge auszuarbeiten, die aus den erzielten Übereinkünften hervorgehen.
Das Dekret nennt mehrere zentrale Themen für die Arbeit der Kommission. Dazu gehören Mechanismen zur Sicherung der Bildungsqualität, die Verbindung von Bildung, technischer Berufsausbildung und Arbeitsmarkt sowie die Stärkung des nationalen Systems für Wissenschaft, Technologie und Innovation.
Auch das nationale System für Bildungsforschung und der nationale Qualifikationsrahmen sollen in den Reformprozess einbezogen werden.
Ein wichtiger Bestandteil ist eine nationale Konsultation zur Zukunft der dominikanischen Bildung. Diese soll regionale Konsultationen in allen Landesteilen, institutionelle Anhörungen, offene Bürgerbeteiligung und Treffen mit nationalen sowie internationalen Experten umfassen.
Ziel ist es, Vorschläge für ein integriertes Bildungssystem zu sammeln, Grundlagen für eine zukunftsorientierte Bildung zu definieren, eine curriculare und organisatorische Reform voranzubringen und ein neues Bildungsgesetz vorzubereiten.
Nach Abschluss der Konsultationen sollen Vorschläge zur besseren Abstimmung des Bildungssystems, zur Qualitätssicherung und zum Aufbau eines nationalen Ökosystems für Bildungsforschung ausgearbeitet werden.
Darüber hinaus soll die Kommission Empfehlungen für institutionelle Veränderungen vorlegen, die für die Umsetzung der Reformen notwendig sind. Auch ein Gesetzesvorentwurf zur Transformation des dominikanischen Bildungssystems soll präsentiert werden.
Das Dekret setzt dafür eine Frist von höchstens sechs Monaten. Innerhalb dieses Zeitraums muss die Kommission dem Präsidenten den Entwurf des Bildungsgesetzes und die Empfehlungen aus dem Konsultationsprozess vorlegen.
Alle Institutionen der Exekutive werden angewiesen, die Kommission im Rahmen ihrer Zuständigkeiten zu unterstützen.
Mit dem neuen Dekret wird zugleich das Dekret 580-24 vom 7. Oktober 2024 aufgehoben. Dieses hatte eine Sonderkommission geschaffen, die administrative und rechtliche Schritte zur Fusion des Bildungsministeriums mit dem Ministerium für Hochschulbildung, Wissenschaft und Technologie koordinieren sollte.

