Dialog an der Grenze

Dominikanische Republik und Haiti nehmen bilateralen Dialog wieder auf

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Delegationen der Außenministerien der Dominikanischen Republik und Haitis haben ihre Gespräche über zentrale Themen der bilateralen Agenda fortgesetzt. Das teilte das dominikanische Außenministerium am Montag mit.

Das jüngste Treffen fand im Industriepark Codevi in der Grenzregion statt. Es steht im Zusammenhang mit der gemeinsamen Erklärung, die Präsident Luis Abinader und der damalige haitianische Präsident Jovenel Moïse im Januar 2021 unterzeichnet hatten.

Diese Erklärung sieht eine Roadmap mit neun Kooperationsbereichen zwischen beiden Staaten vor.

Im Mittelpunkt des Treffens standen Grenzsicherheit, Kontroll- und Überwachungsmechanismen sowie migrations- und handelspolitische Fragen. Nach Angaben der dominikanischen Seite verlief der Austausch offen und konstruktiv.

Das Treffen soll zugleich die Bereitschaft der haitianischen Regierung unter Premierminister Alix Didier Fils-Aimé zeigen, den bilateralen Dialog in einem Klima gegenseitigen Verständnisses und unter Achtung der Souveränität beider Staaten zu stärken.

Als konkretes Ergebnis vereinbarten beide Seiten die Wiedereröffnung des Luftraums zwischen der Dominikanischen Republik und Haiti ab Mai. Dadurch sollen Mobilität erleichtert, wirtschaftlicher Austausch belebt und die Beziehungen zwischen beiden Ländern gestärkt werden.

Die dominikanische Delegation wurde von Außenminister Roberto Álvarez geleitet. Begleitet wurde er unter anderem von den Vizeministern Rubén Silié und Francisco Caraballo sowie dem dominikanischen Botschafter in Haiti, Faruk Miguel.

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Kontakt

Auf haitianischer Seite führte Außenministerin Raina Forbin die Delegation an. Teil der haitianischen Vertretung waren außerdem Kabinettschefin Winnie Hugot Gabriel, der haitianische Botschafter in der Dominikanischen Republik, Emmanuel Fritz Longchamp, sowie weitere ranghohe Regierungsvertreter.

Beide Delegationen bekräftigten ihre Absicht, die Kommunikationskanäle offen zu halten. Zudem sollen die erzielten Vereinbarungen in weiteren technischen Gesprächen und hochrangigen Treffen weiterverfolgt werden.

Die Gespräche erfolgen unter Verweis auf internationales Recht, gute Nachbarschaft und gegenseitigen Respekt. Gerade angesichts der angespannten Lage in Haiti bleibt der Dialog zwischen beiden Staaten für Sicherheit, Migration, Handel und Grenzmanagement von besonderer Bedeutung.