Die Dominikanische Republik hat ein Memorandum of Understanding mit der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unterzeichnet. Nach Angaben der dominikanischen Präsidentschaft ist die Vereinbarung ein erster Schritt in Richtung einer möglichen künftigen Mitgliedschaft in der OECD.
Die Unterzeichnung fand am Sitz der Organisation in Paris statt. Anwesend war Präsident Luis Abinader. Für die Dominikanische Republik unterschrieb Außenminister Roberto Álvarez, für die OECD deren Generalsekretär Mathias Cormann.
Anlass war das Forum für Integrität und Korruptionsbekämpfung.
Mit dem Abkommen soll die Zusammenarbeit zwischen der Dominikanischen Republik und der OECD formalisiert werden. Ziel ist es, den Austausch bewährter Praktiken zu fördern und öffentliche Politiken stärker an internationalen Standards auszurichten.
Nach Angaben der Präsidentschaft soll die Vereinbarung auch die Teilnahme der Dominikanischen Republik an Gremien der OECD erleichtern. Zudem geht es darum, das Land bei der Annäherung an Standards und Empfehlungen der Organisation zu unterstützen.
Dazu zählt auch eine mögliche spätere Übernahme rechtlicher Instrumente der OECD. Die Organisation wird häufig als „Club der Industrieländer“ bezeichnet und setzt Standards in Bereichen wie Wirtschaftspolitik, Bildung, Verwaltung, Transparenz und institutionelle Entwicklung.
Bei der Unterzeichnung waren neben Außenminister Álvarez unter anderem Präsidialminister José Ignacio Paliza, Bildungsminister Luis Miguel De Camps sowie Milagros Ortiz Bosch, Direktorin für Ethik und Regierungsintegrität, vertreten.
Die OECD hat derzeit 38 Mitgliedstaaten. Aus Lateinamerika gehören Mexiko, Chile, Kolumbien und Costa Rica dazu. Weitere Länder der Region, darunter Brasilien, Argentinien und Peru, befinden sich in Beitrittsprozessen.
Für die Dominikanische Republik bedeutet das Abkommen noch keinen Beitritt. Es markiert jedoch eine formelle Annäherung an die Organisation und ihre Standards. Entscheidend wird sein, ob aus der Kooperation konkrete Reformschritte und eine langfristige Anpassung staatlicher Strukturen entstehen.
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