Eine Delegation der Europäischen Union sowie die Botschafter von Frankreich, Italien, Deutschland und Spanien in der Dominikanischen Republik haben das touristische Entwicklungsprojekt Cabo Rojo in Pedernales besucht. Ziel war es, sich vor Ort über Umfang, Umsetzungsstand und wirtschaftliche Bedeutung des Projekts zu informieren.
Begleitet wurde die Delegation von Sigmund Freund, Minister für öffentliche Verwaltung und Exekutivdirektor des Fideicomiso Pro-Pedernales. Vorgestellt wurden der Masterplan, die strategische Ausrichtung und die bisherigen Fortschritte des Projekts.
Cabo Rojo wird als geplanter Tourismusstandort im Süden der Dominikanischen Republik entwickelt. Nach Angaben der Projektverantwortlichen soll das Vorhaben wirtschaftliche Entwicklung, geordnete Raumplanung und den Schutz natürlicher Ressourcen miteinander verbinden.
Beim Rundgang besuchten die Diplomaten mehrere zentrale Infrastrukturprojekte. Dazu gehörten der künftige internationale Flughafen Cabo Rojo, eine elektrische Umspannstation, die Kläranlage, der Kreuzfahrthafen und das Hotel Iberostar.
Zum Abschluss informierte sich die Delegation im Vivero Cabo Rojo über das Programm zur Erhaltung endemischer und einheimischer Pflanzenarten. Diese Initiative des Fideicomiso Pro-Pedernales ist Teil der ökologischen Begleitmaßnahmen des Projekts.
Die französische Botschafterin Sonia Barbery erklärte, Cabo Rojo habe ihre Erwartungen deutlich übertroffen. Sie hob insbesondere die Größe des Vorhabens und den Organisationsgrad hervor. Zugleich zeigte sie Interesse daran, mehr über die weitere Entwicklung zu erfahren und mögliche Beiträge Frankreichs zu prüfen.
Auch der EU-Botschafter in der Dominikanischen Republik, Raúl Fuentes, bewertete Cabo Rojo positiv. Er bezeichnete das Projekt als möglichen Referenzpunkt für die Karibik, weil es wirtschaftliches Wachstum, Raumplanung und Biodiversität miteinander verbinden solle.
Nach Einschätzung der Projektverantwortlichen stärkt der Besuch die internationale Sichtbarkeit von Cabo Rojo. Zugleich soll er neue Möglichkeiten für Zusammenarbeit, Investitionen und den Austausch bewährter Verfahren eröffnen.
Genannt wurden außerdem Chancen für lokale Unternehmer. Denkbar seien technische Unterstützung, Wissenstransfer und mögliche Finanzierungsmechanismen durch die beteiligten europäischen Länder. Ziel sei ein Wachstum, das stärker in der Region verankert ist und sich konkret auf die Lebensqualität der Bevölkerung auswirkt.
Für Pedernales und die gesamte Südregion bleibt Cabo Rojo damit eines der wichtigsten strategischen Tourismusprojekte der Dominikanischen Republik. Entscheidend wird sein, ob die angekündigte Balance zwischen wirtschaftlicher Entwicklung, sozialer Einbindung und Umweltschutz auch langfristig eingehalten wird.
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