Präsident Luis Abinader hat in San Pedro de Macorís die neue Planta Renacer eröffnet. Nach Angaben der Regierung handelt es sich um die erste Anlage in der Karibik, die auf recycelte PET-Harzproduktion in Lebensmittelqualität spezialisiert ist.
Die Anlage soll Millionen Plastikflaschen in neue Rohstoffe für die Industrie umwandeln. Ziel ist ein Recyclingmodell, bei dem gebrauchte Flaschen wieder zu Material für neue Flaschen verarbeitet werden.
Das Projekt entstand durch eine strategische Partnerschaft zwischen Diesco und Invema. Die Anlage befindet sich in der Zona Franca Quisqueya von Proindustria in San Pedro de Macorís.
Renacer soll mehr als 500 direkte Arbeitsplätze schaffen. Hinzu kommen nach Unternehmensangaben bis zu 5.000 indirekte Jobs entlang der Sammel-, Lager- und Verarbeitungskette für Kunststoffe.
Mehr als 124 Millionen Flaschen pro Jahr
Die Investition liegt bei mehr als 3 Milliarden Dominikanischen Pesos. Die Anlage verfügt über eine Kapazität von mehr als 124 Millionen Flaschen pro Jahr.
Damit will sich die Dominikanische Republik stärker in der Kreislaufwirtschaft positionieren. Besonders wichtig ist dabei die Weiterverarbeitung von Plastikabfällen zu hochwertigem Material, das erneut in der Lebensmittelindustrie eingesetzt werden kann.
Beim Eröffnungsakt erklärte der Minister für Industrie, Handel und kleine und mittlere Unternehmen, Eduardo Sanz Lovatón, die Anlage stehe für die wirtschaftliche Modernisierung des Landes.
Er verwies auf Investitionen, Exporte und industrielle Entwicklung als zentrale Elemente der aktuellen Wirtschaftspolitik. Projekte wie Planta Renacer zeigten, dass die Dominikanische Republik für Investoren attraktiv bleibe.
Nach Angaben des Ministers überschritt das Land im Jahr 2025 die Marke von 5 Milliarden US-Dollar an ausländischen Direktinvestitionen. Zudem habe der März laut der Dirección General de Aduanas mit fast 1,5 Milliarden US-Dollar den höchsten Exportwert in der Geschichte des Landes erreicht.
Die neue Anlage verbindet damit mehrere politische und wirtschaftliche Ziele: weniger Plastikabfall, mehr industrielle Wertschöpfung, neue Arbeitsplätze und eine stärkere Einbindung lokaler Sammel- und Recyclingstrukturen.

