Müllproblem im Bewässerungskanal

Behörden reagieren auf Müllprobleme im Nizao-Kanal

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Das öffentlich-private Treuhandprojekt DO Sostenible hat auf Berichte über illegale Müllablagerungen entlang des Kanals Marcos A. Cabral in Baní (Provinz Peravia) reagiert. Zuvor hatte die Zeitung Listín Diario über zahlreiche improvisierte Deponien entlang des Kanals berichtet.

In einem Schreiben von Priamo Ramírez an den Direktor Miguel Franjul erklärte die Organisation, dass die im November eröffnete Umladestation in Nizao bislang noch nicht in Betrieb sei. Mit der Inbetriebnahme werde jedoch erwartet, die bestehenden illegalen Müllkippen zu beseitigen.

Aktuell befinde sich die Strukturierung eines kommunalen Treuhandmodells in der finalen Phase. Dieses soll die Abfallwirtschaft der gesamten Provinz Peravia zentral koordinieren – von der Sammlung über den Transport bis zur Endlagerung.

Nach Angaben von DO Sostenible ist dieser Schritt entscheidend, um die gesetzlichen Vorgaben der Abfallgesetzgebung zu erfüllen und langfristig eine nachhaltige Organisation der Entsorgung sicherzustellen. Mit dem baldigen Start der Anlage soll auch die Umweltbelastung am Kanal deutlich reduziert werden.

Das Projekt in Nizao wurde mit rund 21 Millionen Peso umgesetzt. Es umfasst unter anderem eine Entladeplattform, Kontrollbereiche, eine Umzäunung sowie Infrastruktur für den Transport der Abfälle. Ziel ist es, offene Müllablagerungen künftig zu vermeiden und die Entsorgung effizienter zu gestalten.

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Gleichzeitig rief die Organisation Behörden, Privatsektor und Bevölkerung dazu auf, gemeinsam an besseren Lösungen zu arbeiten. Besonders die Umweltbildung und ein verantwortungsvoller Umgang mit Abfällen seien entscheidend für nachhaltige Verbesserungen.

Die Problematik bleibt jedoch akut. Laut den Recherchen von Listín Diario ist der Kanal weiterhin stark verschmutzt. Entlang großer Teile seines Verlaufs lagern Gemeinden ihren Müll offen ab – mit erheblichen Folgen für Umwelt und Landwirtschaft.

Der Kanal Marcos A. Cabral spielt eine zentrale Rolle für die Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen. Er versorgt über 50.000 Tareas Anbaugebiet – von der Region Las Barias bis nach Las Calderas – und ist damit essenziell für die Produktion von Reis, Gemüse, Obst und weiteren Agrarprodukten.

Die anhaltende Verschmutzung gefährdet nicht nur die Wasserqualität, sondern auch die landwirtschaftliche Nutzung und die umliegenden Ökosysteme.