Die dominikanischen Agrarproduzenten unterstützen die von Präsident Luis Abinader angekündigte Subvention für Düngemittel. Gleichzeitig fordern sie jedoch ein umfassenderes Maßnahmenpaket zur Stabilisierung der landwirtschaftlichen Produktion.
Der Branchenverband Confenagro bezeichnete die Subvention als wichtigen Schritt, um die Auswirkungen steigender Weltmarktpreise abzufedern und die Preisstabilität bei Lebensmitteln im Inland zu sichern.
Gleichzeitig betonte die Organisation, dass diese Maßnahme allein nicht ausreiche. Notwendig sei ein integraler Ansatz, der weitere Faktoren entlang der Produktionskette berücksichtigt.
Forderung nach breiterer Unterstützung
Confenagro schlägt vor, zusätzlich die Nutzung und Produktion organischer Düngemittel stärker zu fördern. Ziel sei es, die Abhängigkeit von importierten Produkten zu reduzieren und die Resilienz der Landwirtschaft zu erhöhen.
Darüber hinaus sollte die staatliche Unterstützung – soweit es die Haushaltslage erlaubt – auch auf andere zentrale Bereiche ausgeweitet werden. Genannt werden insbesondere Pestizide, Herbizide sowie landwirtschaftliche Maschinen, die maßgeblich für Produktivität und Versorgungssicherheit sind.
Steigende Kosten als zentrales Problem
Hintergrund der Forderungen ist der anhaltende Kostendruck in der Landwirtschaft. Neben den internationalen Preissteigerungen für Düngemittel wirken sich auch höhere Preise für Treibstoffe, Transport und andere Betriebsmittel aus.
Die Regierung hatte die Wiedereinführung der Subvention damit begründet, die Preise für Agrarinputs auf einem Niveau zu halten, das vor der aktuellen internationalen Krise lag. Diese steht unter anderem im Zusammenhang mit geopolitischen Spannungen im Nahen Osten.
Fokus auf nationale Produktion
Ein weiterer zentraler Punkt ist die Stärkung der lokalen Produktion. Confenagro unterstützt den Ansatz der Regierung, verstärkt auf öffentliche Einkäufe bei heimischen Produzenten zu setzen. Dies könne helfen, die Abhängigkeit von Importen zu verringern und die Versorgung langfristig zu sichern.
Zugleich fordert der Verband eine kontinuierliche Beobachtung der internationalen Preisentwicklung sowie der nationalen Produktionskosten, um frühzeitig auf mögliche Engpässe in der Lebensmittelversorgung reagieren zu können.

