USA warnen vor Sicherheitsrisiken

Chinesische Technologiekonzerne sind in der Dominikanischen Republik bereits breit vertreten

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Mindestens sechs chinesische Technologieunternehmen sind nach dem vorliegenden Bericht bereits in der Dominikanischen Republik aktiv. Ihr Angebot reicht von Telekommunikationsnetzen und Cloud-Diensten über Computer und Mobilgeräte bis hin zu Videoüberwachung und IT-Sicherheit. Die Präsenz der Unternehmen rückt stärker in den Fokus, nachdem die USA vor möglichen Sicherheitsrisiken chinesischer Technologie gewarnt haben.

Zu den im Land tätigen Unternehmen gehören Huawei, Hikvision, Dahua, Xiaomi und Lenovo. Huawei liefert unter anderem Netzwerktechnik, digitale Infrastruktur, Konnektivitäts- und Cloud-Dienste. Hikvision und Dahua sind im Bereich Kameras und Sicherheitssysteme tätig, während Xiaomi Smartphones, Tablets und andere elektronische Geräte anbietet. Lenovo ist unter anderem mit Computern und Servertechnik vertreten.

Darüber hinaus bestehen Kooperationen zwischen dominikanischen staatlichen Einrichtungen und chinesischen Technologieunternehmen. Nach dem Bericht nahmen beispielsweise Mitarbeiter der staatlichen IT-Behörde OGTIC in China an Schulungen zu Technologie, Cybersicherheit und künstlicher Intelligenz teil. Weitere Fortbildungen befassten sich mit Rechenzentren, Cloud Computing und der Verwaltung digitaler Infrastruktur.

Auch das dominikanische Telekommunikationsinstitut Indotel unterhält eine Kooperation mit Huawei und der Kinder- und Jugendbehörde CONANI. Diese umfasst unter anderem die Bereitstellung von 100 Tablets für Bildungsmaßnahmen.

Nach Angaben des Ausgangstextes haben darüber hinaus staatliche Einrichtungen aus den Bereichen Gesundheit, öffentliche Sicherheit, Kinderbetreuung und Bildung technische Ausrüstung für Anwendungen wie bildgestützte Diagnostik, Videoüberwachung, Monitoring, Rechenzentren und WLAN erhalten.

USA warnen vor chinesischen Anbietern

Neue politische Bedeutung erhält die Präsenz chinesischer Technologieunternehmen durch eine Warnung der US-Regierung. Die für die westliche Hemisphäre zuständige Stelle des US-Außenministeriums verwies auf mögliche Risiken beim Einsatz von Technologien chinesischer Anbieter wie Huawei, ZTE, Hikvision, Hytera, Dahua und DJI.

Washington bringt diese Unternehmen nach dem Bericht mit möglichen Risiken durch Spionage und Cyberangriffe in Verbindung und argumentiert, ihre Technologien unterlägen letztlich den Interessen der chinesischen Regierung.

Dabei handelt es sich um die Position der US-Regierung. Ein Nachweis konkreter Sicherheitsverstöße dieser Unternehmen in der Dominikanischen Republik wird im vorliegenden Bericht nicht genannt.

China weist Vorwürfe zurück

Die chinesische Botschaft in der Dominikanischen Republik wies die amerikanischen Aussagen zurück. Ein Sprecher bezeichnete sie als unbegründete Anschuldigungen und als politische Verzerrung.

Nach Darstellung der Botschaft verfügen chinesische Technologieunternehmen über fortschrittliche Technik, wettbewerbsfähige Preise und sichere Dienstleistungen. Die Unternehmen hielten sich bei ihren Aktivitäten in Lateinamerika und der Karibik, einschließlich der Dominikanischen Republik, an die jeweiligen Gesetze und Vorschriften.

China forderte die USA zudem auf, die Auswahl internationaler Technologiepartner den jeweiligen Staaten selbst zu überlassen.

Damit entwickelt sich die Frage, welche Anbieter beim Ausbau digitaler Infrastruktur zum Einsatz kommen, zunehmend auch zu einem geopolitischen Thema. Für die Dominikanische Republik betrifft dies nicht nur Telekommunikationsnetze, sondern auch staatliche IT-Systeme, Cloud-Dienste, Sicherheitslösungen und andere Bereiche kritischer digitaler Infrastruktur.

Weitere Entwicklungen zur Technologie- und Infrastrukturpolitik finden Sie im Ressort Staat und Politik.

Beitragsbild(er):eldia.com.do
Quelle:eldia.com.do