Kabelchaos in der Hauptstadt

Großteil sichtbarer Kabel in Santo Domingo stammt von Telekomfirmen

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In Santo Domingo prägen überfüllte Strommasten, herabhängende Leitungen und Kabelknäuel vielerorts das Stadtbild. Nach Angaben der Stadtverwaltung des Distrito Nacional stammen rund 95 Prozent des sichtbaren Kabelgewirrs jedoch nicht aus dem Stromnetz, sondern von regulierten und nicht regulierten Telekommunikationsanbietern.

Damit korrigiert die Behörde eine verbreitete Annahme. Viele Bürger verbinden die Luftleitungen automatisch mit den Elektrizitätsverteilern. Tatsächlich handelt es sich nach Angaben der Stadtverwaltung überwiegend um Kabel von Telefon-, Internet-, Kabelfernseh- und weiteren Dienstleistern.

Celso Marranzini, Präsident des Consejo Unificado de las Empresas Distribuidoras (CUED), bestätigte, dass die meisten Masten zwar den Stromverteilern gehören. Auf ihnen seien jedoch zahlreiche Netze anderer Anbieter installiert. Viele Beschwerden über zu tief hängende Kabel oder gefährliche Leitungen beträfen deshalb nicht das elektrische Netz.

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Das Kabelchaos in Santo Domingo bleibt damit ein sichtbares Beispiel für die Folgen schnellen Wachstums ohne ausreichende Koordination. Die angekündigten Maßnahmen können die Lage verbessern, lösen das strukturelle Problem aber nur schrittweise.

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