Dominican Yorks verlassen New York

Dominikanische Bevölkerung in New York seit 2020 rückläufig

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Die Zahl der Menschen dominikanischer Herkunft in New York City ist zwischen 2020 und 2025 um 4,4 Prozent gesunken. Nach Schätzungen des Department of City Planning und Daten der US-Volkszählungsbehörde ging die Bevölkerung von 702.330 auf 671.450 Personen zurück.

Der Bronx bleibt weiterhin der Stadtbezirk mit der größten dominikanischen Gemeinschaft. Dort leben rund 42 Prozent aller Dominikanerinnen und Dominikaner in New York City. Dennoch wurde auch hier im gleichen Zeitraum ein Rückgang von 3,1 Prozent verzeichnet.

In Manhattan und Queens fiel der Rückgang noch deutlicher aus. Manhattan meldete ein Minus von 5,2 Prozent, Queens von 4,9 Prozent.

Ein wichtiger Grund für die Entwicklung sind die stark gestiegenen Wohnkosten. In Vierteln mit traditionell hoher dominikanischer Präsenz, darunter Washington Heights und Inwood, stiegen die durchschnittlichen Mieten seit 2021 um 28 Prozent.

Viele Familien ziehen deshalb in andere Bundesstaaten, vor allem nach Pennsylvania, Florida und North Carolina. Dort sind Wohnungen häufig erschwinglicher. Auch Teile der zweiten Generation, die bereits in den USA geboren wurde, verlagerten ihren Lebensmittelpunkt in Countys von New Jersey oder nach Long Island.

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Hinzu kommt ein Rückgang neuer Zuwanderung. Nach Angaben von Aduanas y Protección Fronteriza sank die Zahl neuer dominikanischer Migranten, die in die Stadt kamen, zwischen 2020 und 2024 um 19 Prozent.

Auf nationaler Ebene wächst die dominikanische Bevölkerung in den USA jedoch weiter. Trotz des Rückgangs in New York stieg sie landesweit um 6,2 Prozent und erreichte 2025 rund 2,4 Millionen Menschen.

Besonders stark wuchsen die dominikanischen Gemeinschaften in den Metropolregionen Orlando, Tampa und Allentown.

Der Rückgang in New York hat auch politische und wirtschaftliche Folgen. Vertreter von Organisationen wie der Dominican American National Roundtable warnen, dass der Wegzug die politische Repräsentation und die Geschäftstätigkeit in traditionellen dominikanischen Vierteln wie Upper Manhattan und dem Westen der Bronx schwächen könnte.

New York City bleibt dennoch weiterhin die wichtigste dominikanische Stadtgemeinde in den USA. Danach folgen New Jersey und Florida als bedeutende Zentren dominikanischen Lebens.

Wer die Entwicklung der dominikanischen Diaspora verstehen möchte, muss auch die sozialen und wirtschaftlichen Verbindungen zur Dominikanischen Republik betrachten.

Dominikanische Gesellschaft im internationalen Kontext

Migration, Rücküberweisungen und familiäre Netzwerke prägen seit Jahrzehnten das Verhältnis zwischen der Dominikanischen Republik und den USA. Veränderungen in New York wirken sich deshalb nicht nur lokal aus, sondern auch auf Familien, Gemeinden und wirtschaftliche Beziehungen in der Karibik.
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