Handel mit Haiti wächst

Dominikanische Exporte nach Haiti steigen auf 333,6 Millionen US-Dollar

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Die Exporte der Dominikanischen Republik nach Haiti sind im ersten Quartal 2026 um 22 Prozent gestiegen. Nach Angaben der Zollbehörde DGA erreichten sie ein Volumen von 333,6 Millionen US-Dollar.

Die Zahlen stammen aus dem jüngsten Bericht der Dirección General de Aduanas. Haiti bleibt damit einer der wichtigsten Absatzmärkte für dominikanische Produkte.

Besonders gefragt waren zu Jahresbeginn Materialien für den Bausektor. Dazu zählen unter anderem Stäbe, Eisen und Stahl. Haiti ist in diesem Bereich stark auf Importe angewiesen.

Im ersten Quartal stützten sich die Exporte des nationalen Regimes vor allem auf diese Bauprodukte. Danach folgten hydraulischer Zement und Weizenmehl.

Weitere dynamische Warengruppen waren Backwaren, Kunststoffartikel für Transport und Verpackung, Zubereitungen für Saucen sowie Soja- und Palmöl.

Bei den Freizonen entfielen die wichtigsten Lieferungen auf gestrickte T-Shirts, Baumwollgewebe und Kunststoffartikel für Transportzwecke. Mehrere dieser Produktgruppen verzeichneten jedoch Rückgänge gegenüber dem Vorjahr.

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Den größten Anteil am Handel mit Haiti hatte das nationale Exportregime mit 74,8 Prozent. Die Freizonen kamen auf 16,35 Prozent, die vorübergehende Zulassung auf 5,55 Prozent und Reexporte auf 3,30 Prozent.

Die nationalen Exporte erreichten rund 249,5 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem relativen Anstieg von 33,78 Prozent und zeigt eine stärkere Nachfrage nach lokal produzierten Gütern.

Anders entwickelte sich der Bereich der Freizonen. Dort sanken die Verkäufe um 19,9 Prozent auf 54,5 Millionen US-Dollar.

Haiti bleibt für dominikanische Unternehmen ein zentraler Markt, insbesondere für Baumaterialien, verarbeitete Lebensmittel und Industriegüter. Zugleich ist der Handel weiterhin von logistischen und politischen Herausforderungen im Nachbarland geprägt.