Preise belasten Verbraucher

Händler warnen vor steigenden Preisen bei Grundprodukten

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Die Confederación del Comercio de Provisiones y Pymes de la República Dominicana Confecoomercio warnt vor weiteren Preissteigerungen bei Produkten des täglichen Bedarfs. Der Verband fordert die Regierung auf, angesichts der Entwicklung konkrete Maßnahmen zu ergreifen.

Nach Angaben von Verbandspräsident Gilberto Luna entspreche die offizielle Darstellung stabiler Preise nicht der Realität in Geschäften, Supermärkten und Märkten. Es gebe derzeit keine wirksamen Mechanismen, um weitere Preissteigerungen kurzfristig zu verhindern.

Besonders betroffen seien Grundnahrungsmittel wie Hühnerfleisch, das bereits mehr als 90 Dominikanische Pesos pro Pfund koste. Auch Kaffee mit Preisen von über 200 Pesos pro Packung, Reis, Eier, Speiseöle, Wasser und weitere Basisprodukte würden weiter teurer.

Der Verband spricht von einer anhaltenden Aufwärtstendenz, die die Kaufkraft der Verbraucher direkt belastet. In der Praxis stiegen die Kosten weiter, obwohl der Bevölkerung Stabilität bei den Grundprodukten vermittelt werde.

Neben Lebensmitteln seien auch viele Alltagsprodukte teurer geworden. Dazu zählen Shampoo, Conditioner, Körperpflegeprodukte, Reinigungsmittel, Getränke, Rindfleisch und abgefülltes Wasser.

Confecoomercio führt die Entwicklung unter anderem auf höhere Kraftstoffkosten, insbesondere bei Diesel, sowie auf gestiegene Importkosten zurück. Diese Faktoren wirkten sich direkt auf die Endpreise aus und belasteten sowohl Händler als auch Verbraucher.

Nach Angaben des Verbandes haben Colmados, Supermärkte und einige Märkte bereits neue Preiserhöhungen angekündigt. Dadurch könnte sich der Warenkorb der Haushalte in den kommenden Wochen weiter verteuern.

Der Verband kritisiert zudem das Fehlen öffentlicher Maßnahmen, die den Markt stabilisieren und die Auswirkungen der Preissteigerungen begrenzen könnten. Gefordert werden klare und nachhaltige Strategien.

Gilberto Luna schlug vor, dass die Regierung alle betroffenen Sektoren zu Gesprächen einberufen solle. Zugleich kritisierte er, dass sich ein niedrigerer Dollarkurs nicht spürbar in den Preisen für Basisprodukte niederschlage.

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Die Preisentwicklung bei Gütern des täglichen Bedarfs zeigt nach Einschätzung des Verbandes eine wachsende Lücke zwischen offizieller Stabilitätsdarstellung und dem Alltag vieler Haushalte.

Zusätzlich wirkten sich internationale Faktoren auf die lokalen Kosten aus. Teurere Düngemittel sowie höhere Preise für Rohstoffe wie Mais und Soja hätten die Produktionskosten im Land erhöht.

Die Regierung habe zwar umfangreiche Subventionen für Düngemittel und Kraftstoffe eingesetzt, um starke Preissprünge bei sensiblen Produkten wie Hühnerfleisch und Eiern zu verhindern. Dennoch melden Handelssektoren weiterhin spürbare Erhöhungen bei Produkten des Massenkonsums.

Im Mai 2026 liegt der durchschnittliche Wert des familiären Warenkorbs nach den genannten Angaben bei rund 48.746 Dominikanischen Pesos. Während Regierung und einige Einzelhandelsverbände von relativer Stabilität sprechen, warnen andere Handelsvertreter vor einer anhaltenden Verteuerung.

Die Entwicklung betrifft vor allem Haushalte mit geringem Einkommen. Gerade bei Grundnahrungsmitteln und einfachen Alltagsprodukten wirken sich selbst kleinere Preissteigerungen schnell auf das verfügbare Budget aus.