Bei einem internationalen Anti-Drogen-Einsatz vor der Südküste der Dominikanischen Republik haben die Behörden 1.360 Pakete einer mutmaßlich kokainhaltigen Substanz mit einem vorläufigen Gesamtgewicht von rund 1,3 Tonnen sichergestellt. An der mehr als 15 Stunden dauernden Operation waren Behörden aus der Dominikanischen Republik, den USA und Kolumbien beteiligt.
Koordiniert wurde der Einsatz von der dominikanischen Drogenkontrollbehörde DNCD. Unterstützung kam unter anderem von der US-Drogenbehörde DEA und der kolumbianischen Luftwaffe. Die verdächtige Schnellbootverbindung wurde über einen längeren Zeitraum aus der Luft, auf See und an Land verfolgt.
Schließlich gelang es den Einsatzkräften, das Boot mehrere Seemeilen südlich von Punta Salinas bei Baní abzufangen. Drei dominikanische Staatsangehörige wurden festgenommen.
Das rund 32 Fuß lange Boot hatte weder Namen noch Registrierung und war mit zwei Außenbordmotoren mit jeweils 250 PS ausgestattet. An Bord fanden die Behörden 55 Ballen. Darin befanden sich insgesamt 1.360 Pakete einer Substanz, bei der es sich nach ersten Einschätzungen um Kokain handeln soll, sowie weitere 30 Blöcke pflanzlichen Materials, das vermutlich Marihuana ist.
Damit wurden insgesamt 1.390 Pakete mutmaßlicher Betäubungsmittel beschlagnahmt.
Nach Angaben der dominikanischen Behörden deuten die bisherigen Ermittlungen auf eine Organisation hin, die Drogen aus Südamerika mit schnellen Booten über das Karibische Meer transportiert. Neben den mutmaßlichen Drogen wurden unter anderem ein Satellitenfunkgerät, zwölf Kraftstoffbehälter, ein weiterer großer Kanister sowie Planen, Seile, Wasser, Energydrinks und Lebensmittel sichergestellt.
Die Menge an Treibstoff und Proviant spricht nach Einschätzung der Ermittler für eine längere Seereise.
Die DNCD und die Staatsanwaltschaft untersuchen nun die genaue Herkunft und das mutmaßliche Ziel der Ladung sowie mögliche lokale und internationale Verbindungen der Festgenommenen.
Die sichergestellten Substanzen wurden unter Sicherung der Beweiskette an das Nationale Institut für Forensische Wissenschaften (Inacif) übergeben. Dort sollen Art und endgültiges Gewicht im Labor bestimmt werden.
Nach Angaben der DNCD haben die dominikanischen Behörden im bisherigen Verlauf des Jahres 2026 bereits mehr als 27 Tonnen Drogen beschlagnahmt.
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