Die Dominikanische Republik gehört nach den im Ausgangstext genannten Ergebnissen der aktuellen PISA-Studie zu den leistungsschwächsten Ländern Lateinamerikas. Demnach erreicht das Land innerhalb der Region den drittniedrigsten Wert und liegt nur vor Paraguay und Guatemala.
Getestet wurden 15-jährige Schülerinnen und Schüler in Mathematik, Naturwissenschaften und Lesekompetenz. Die Dominikanische Republik erreichte 361 Punkte in Naturwissenschaften, 339 Punkte in Mathematik und 346 Punkte beim Lesen.
Besonders deutlich zeigen sich die Defizite bei der Lesekompetenz. Lediglich 23 Prozent der dominikanischen Schülerinnen und Schüler erreichten Niveau 2 oder höher. Im Durchschnitt der OECD-Länder waren es 69 Prozent.
Niveau 2 gilt bei PISA als wichtige grundlegende Kompetenzstufe. Jugendliche auf diesem Niveau können unter anderem die Hauptaussage eines Textes erkennen, gezielt Informationen finden und sich mit Zweck und Aufbau eines Textes auseinandersetzen.
Mehr als 7.000 Schüler aus der Dominikanischen Republik getestet
In der Dominikanischen Republik nahmen nach den vorliegenden Angaben 7.080 Schülerinnen und Schüler aus 257 Schulen an der Untersuchung teil. Die Stichprobe repräsentiert demnach rund 127.900 Jugendliche und damit etwa 68 Prozent der 15-jährigen Bevölkerung des Landes.
International wurden rund 760.000 Jugendliche aus 91 Ländern und Gebieten untersucht.
Das dominikanische Institut für Bildungsbewertung und Qualitätsforschung IDEICE betonte nach Veröffentlichung der Ergebnisse, dass die Auswahl der teilnehmenden Schulen und Schüler durch die OECD erfolge und nicht vom dominikanischen Bildungsministerium oder vom Institut selbst vorgenommen werde.
Auch international zeigen die Ergebnisse nach Darstellung des Ausgangstextes eine problematische Entwicklung. Die OECD habe darauf hingewiesen, dass die durchschnittliche Leistung der teilnehmenden Länder auf dem niedrigsten bislang gemessenen Niveau liege. Besonders die Entwicklung der Lesekompetenz wurde als besorgniserregend bezeichnet.
Kritik am dominikanischen Bildungssystem
Juan Valdez, Direktor des Observatorio Educativo, wertete die Ergebnisse als Hinweis auf grundlegende Probleme im dominikanischen Bildungssystem. Nach seiner Einschätzung fehle es den Bildungsbehörden sowohl an geeigneten Bewertungskriterien als auch an wirksamen Entscheidungen zur Verbesserung der Unterrichtsqualität.
Valdez sprach von einer Verschlechterung und Stagnation während der vergangenen Jahre. Diese Bewertung ist allerdings die Einschätzung des Observatorio Educativo und nicht Bestandteil der PISA-Ergebnisse selbst.
Nach den im Ausgangstext genannten Angaben zeigen die Resultate damit weiterhin einen erheblichen Abstand zwischen den Leistungen dominikanischer Jugendlicher und dem Durchschnitt der OECD-Staaten. Besonders die schwachen Werte bei Lesen und Mathematik bleiben eine zentrale Herausforderung für das Bildungssystem.
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