Neues Pflichtfach nimmt nächste Hürde

Abgeordnetenkammer beschließt Pflichtfach Moral und Staatsbürgerkunde

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Die dominikanische Abgeordnetenkammer hat in zweiter Lesung einen Gesetzentwurf verabschiedet, der Moral- und Staatsbürgerkunde verpflichtend im voruniversitären Bildungssystem verankern soll. Der Entwurf muss nun noch vom Senat beraten werden.

Ziel der Initiative ist es, Schülerinnen und Schüler stärker mit der Verfassung, den Menschenrechten, den staatlichen Institutionen und den nationalen Symbolen vertraut zu machen. Zudem sollen demokratische Teilhabe, gesellschaftliches Zusammenleben und ein verantwortungsbewusstes Verständnis von Staatsbürgerschaft gefördert werden.

Der Unterricht soll sich nach dem Gesetzentwurf nicht auf reine Wissensvermittlung beschränken. Vorgesehen sind vielmehr partizipative Methoden, bei denen Reflexion, kritische Analyse und die praktische Anwendung des Gelernten im Alltag eine zentrale Rolle spielen.

Zu den vorgesehenen Unterrichtsinhalten gehören ethische Grundsätze und moralische Werte, Rechte und Pflichten der Bürger, Grundlagen der dominikanischen Verfassung sowie die Funktionsweise des Staates.

Sollte der Senat dem Vorhaben ebenfalls zustimmen und der Präsident das Gesetz anschließend in Kraft setzen, würde die Regelung sowohl für öffentliche als auch private Schulen gelten. Der Unterricht soll nach den vorliegenden Angaben bereits in der frühkindlichen beziehungsweise grundlegenden Bildungsstufe beginnen und bis zur Sekundarstufe fortgeführt werden.

Bildungsministerium soll Umsetzung überwachen

Für die Einführung und Kontrolle des neuen Pflichtfachs wäre das dominikanische Bildungsministerium Minerd zuständig. Es soll sicherstellen, dass die Vorgaben an öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen umgesetzt werden.

Darüber hinaus sieht der Entwurf Fort- und Weiterbildungsprogramme für Lehrkräfte vor, damit diese auf die neuen Unterrichtsinhalte vorbereitet werden.

Der jetzt verabschiedete Text entstand aus mehreren parlamentarischen Initiativen. Die ständige Bildungskommission der Abgeordnetenkammer führte dafür Vorschläge der Abgeordneten Onavel Aristy, Jorge Zorrilla und Liz Mieses zusammen.

Die Entscheidung der Abgeordnetenkammer bedeutet noch nicht, dass das Fach bereits gesetzlich verpflichtend ist. Dafür sind zunächst die Zustimmung des Senats und anschließend die Ausfertigung durch die Exekutive erforderlich.

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Beitragsbild(er):listindiario.com