Wachstum gewinnt an Tempo

Dominikanische Wirtschaft wächst bis August um 4,5 Prozent

Die Wirtschaft der Dominikanischen Republik ist zwischen Januar und August 2026 im Durchschnitt um 4,5 Prozent gewachsen. Nach Angaben der Zentralbank wurde die Entwicklung vor allem von der Bauwirtschaft, dem Dienstleistungssektor, der Industrie und den Finanzdienstleistungen getragen.

Allein im August legte der monatliche Indikator der wirtschaftlichen Aktivität (IMAE) im Jahresvergleich um 3,8 Prozent zu. Damit fiel die Entwicklung stärker aus als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres.

Besonders kräftig entwickelte sich die Bauwirtschaft. Sie wuchs im August um 7,9 Prozent. Als Gründe nennt die Zentralbank private Investitionen in Wohn- und Nichtwohnprojekte sowie staatlich finanzierte Infrastruktur- und Tiefbauarbeiten.

Auch die Kreditvergabe an den Bausektor nahm deutlich zu. Ende August lag sie 16,2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Das entspricht zusätzlichen Krediten von mehr als 26 Milliarden Pesos.

Der Dienstleistungssektor verzeichnete insgesamt ein Wachstum von 4,1 Prozent. Besonders stark legten Finanzdienstleistungen mit 9,4 Prozent zu. Im Bildungsbereich betrug das Wachstum 6,1 Prozent, bei Energie und Wasser sowie weiteren marktorientierten Dienstleistungen jeweils 6,0 Prozent.

Die Produktion in den Freihandelszonen erhöhte sich um 3,4 Prozent, die lokale Industrie um 3,1 Prozent. Der Handel wuchs um 3,2 Prozent, Transport und Lagerwirtschaft um 3,7 Prozent.

Auch der Bereich Hotels, Bars und Restaurants verzeichnete im August ein Plus von 2,3 Prozent. Im selben Monat kamen 725.481 Touristen ins Land, 2,6 Prozent mehr als im August 2025. Zwischen Januar und August wurden insgesamt 6.610.506 internationale Besucher gezählt, was einem Anstieg von 8,6 Prozent entspricht.

Rückgänge gab es dagegen im Bergbau und in der Landwirtschaft. Die Bergbauproduktion sank im August um 14,6 Prozent, hauptsächlich wegen geplanter Wartungsarbeiten in der wichtigsten Goldförderanlage des Landes. Die Landwirtschaft ging um 1,4 Prozent zurück und wurde nach Angaben der Zentralbank durch Trockenheit in mehreren Regionen belastet.

Die Zentralbank sieht das bisherige Wirtschaftswachstum von 4,5 Prozent im Rahmen ihrer Prognose für das Gesamtjahr 2026.

Beitragsbild(er):almomento.net