Der Unternehmer Frank Rainieri hat die Tourismusregionen der Dominikanischen Republik dazu aufgerufen, eigene Profile zu entwickeln, statt das Modell Punta Cana zu kopieren.
Am Rande des Dominican Annual Tourism Exchange (DATE) im Kongresszentrum des Hotels Barceló erklärte Rainieri, Punta Cana verfüge über besondere Voraussetzungen, die nicht überall im Land wiederholbar seien. Andere Regionen müssten deshalb ihre eigenen Stärken erkennen und gezielt ausbauen.
„Man muss die Nischen für diese Orte suchen; wir können Punta Cana nicht an jeder Ecke kopieren“, sagte Rainieri. Puerto Plata habe dies lange nicht verstanden, wachse nun aber, weil die Region ihre eigene Nische gefunden habe. Auch Cabarete habe ein klares Profil entwickelt, Samaná sei auf diesem Weg.
Für die touristische Entwicklung sieht Rainieri zudem bessere Inlandsflugverbindungen als wichtig an. Touristen sollten künftig auch per Flugzeug Ausflüge innerhalb des Landes unternehmen können. Dafür seien Maschinen mit mindestens 30 Sitzplätzen sinnvoll, um die Kosten zu senken.
Trotz internationaler Unsicherheiten, unter anderem durch die Krise im Nahen Osten, bewertet Rainieri die wirtschaftliche Entwicklung im Osten des Landes positiv. Die Region und die Dominikanische Republik insgesamt seien privilegiert, sagte er. Der Tourismus wachse weiter, auch bei der Ankunft von Kreuzfahrten und internationalen Besuchern.
Für Punta Cana erwartet Rainieri bis 2036 rund 70.000 touristische Hotelzimmer. Dabei unterschied er ausdrücklich zwischen klassischen Hotelzimmern für Urlauber und Unterkünften, die etwa in Verón entstehen und vor allem von lokalem Personal, Geschäftsreisenden oder Personen genutzt werden, die in der Region arbeiten oder verkaufen.
Die Aussagen fielen im Rahmen der DATE 2026, der wichtigsten touristischen Fachmesse des Landes. Die Messe wird von der Asociación de Hoteles y Turismo de la República Dominicana (Asonahores) organisiert und gilt als zentrale Plattform zur Vermarktung des dominikanischen Tourismus im karibischen Raum.
In diesem Jahr nehmen mehr als 200 Unternehmen aus über 20 Herkunftsmärkten teil. Hinzu kommen mehr als 300 internationale Einkäufer und 120 Ausstellungsstände, die die Vielfalt des Reiseziels Dominikanische Republik präsentieren.
Im Rahmen der Messe sind mehr als 8.000 Geschäftstermine geplant, davon waren bereits über 5.000 bestätigt. Sie sollen sich direkt auf Hotelauslastung, Besucherzahlen und Deviseneinnahmen auswirken.
Für Reisende bedeutet diese Entwicklung vor allem eines: Die Dominikanische Republik wird touristisch vielfältiger. Neben Punta Cana gewinnen Regionen wie Puerto Plata, Cabarete oder Samaná stärker an Bedeutung, wenn sie ihre eigenen landschaftlichen, kulturellen und touristischen Besonderheiten gezielt herausarbeiten.
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Regionen der Dominikanischen Republik besser verstehen
Punta Cana, Puerto Plata, Cabarete und Samaná stehen für sehr unterschiedliche Reiseerlebnisse. Während einige Orte vor allem für große Hotelanlagen bekannt sind, überzeugen andere durch Natur, Wassersport, Kultur oder individuelle Entdeckungen.
Mehr Hintergründe zu Reisezielen, Regionen und touristischer Entwicklung finden Sie im DomRep Guide.

