Provokation nach Torjubel

Haitianischer Spieler sorgt mit Aussage nach Tor für Kritik

Nach dem 4:1-Sieg Haitis gegen die Dominikanische Republik in der Concacaf Nations League hat der haitianische Stürmer Wilson Isidor mit politischen Aussagen für Kritik gesorgt.

Isidor, der beim englischen Premier-League-Club Sunderland spielt, erzielte zwei Tore für Haiti. Nach einem seiner Treffer verließ er den Platz und rief unter anderem auf Französisch „L’Hispaniola est Haïti“ sowie „Haïti est ici“.

Die Aussagen wurden als Anspruch auf haitianische Souveränität über die gesamte Insel Hispaniola und damit auch über das Gebiet der Dominikanischen Republik verstanden. In der Dominikanischen Republik stießen sie auf deutliche Ablehnung.

Im Stadion wurde Isidor zugleich von zahlreichen haitianischen Zuschauern gefeiert. Der in Paris geborene Angreifer zeigte sich nach seinem Treffer ausgelassen.

Sportlich endete die Begegnung mit einem klaren 4:1-Erfolg für Haiti. Die Dominikanische Republik verlor damit ihre bisherige Ungeschlagenheit in der Nations League und lag nach der Partie auf dem dritten Platz der Gruppe A.

Die Aussagen Isidors rückten nach dem Spiel jedoch teilweise stärker in den Mittelpunkt als das sportliche Ergebnis. In der Dominikanischen Republik wurde insbesondere kritisiert, dass eine politische Botschaft dieser Art unmittelbar nach einem Länderspieltor geäußert wurde.

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